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Jurassic Park im Braunkohletagebau?

Liebe Leserinnen und Leser meines Blogs,

wie lautet das Sprichwort? Ach ja: Man soll das Fell des Bären nicht verteilen, bevor er erlegt ist. Sie wissen nicht was ich meine? So kam es mir vor als ich die großartige Aufmachung über den Besuch unseres Landrates Radeck beim Parteifreund CDU, dem Minister Althusmann, in der Funkepresse vom 30.Januar 2019 gelesen habe. Mal sehen wieviel von den Milliarden des Bundes tatsächlich beim Landkreis ankommen wird. Das Maßnahmepaket ist nämlich noch gar nicht vom Bundestag beschlossen und kann sich folglich noch verändern oder durchfallen. Die Kohlekommission zielte zudem in ihren Ausführungen nicht auf den Helmstedter Revier sondern auf die "Region", d.h. von Wolfenbüttel über Braunschweig und Wolfsburg bis nach Helmstedt. Also nicht der Landrat Radeck, sondern der im Landkreis Helmstedt nicht ganz so gut in Erinnerung gebliebene ehemalige Landrat der SPD Wunderling-Weilbier wird das entscheidende Wort bei der Geldverteilung haben. Kuriose Situation. Wir erinnern uns an das Gezerre um die Urlaubsansprüche des Herrn Wunderling-Weilbier bei seiner vorzeitiger Ausscheidung als Landrat, seine Dienstwagenaffäre bei der Landesregierung und die versagte Entlastung als ehem. Bürgermeister in Schöningen im Zusammenhang mit den umstrittenen Reiseabrechnungen. Interessant wird es zu beobachten ob der SPD Mann Wunderling-Weilbier den CDU Mann Radeck nach Kräften unterstützen und ihm so den Weg zur Wiederwahl ebnen wird.Im Kreistag herrscht die informelle GroKo-aber geht die gegenseitige Liebe so weit, dass die SPD auf die Möglichkeit ihren eigenen Landrat zu bekommen, verzichtet?
Abfuhr holte sich der Landrat mit seiner Idee am Braunkohlerevier und am Buschhaus Tourismusregion (neben der Atommülablagerungen aus Stade)zu entwickeln. Dabei hatte er so super Ideen. Sogar etwas wie ein neues Jurassic Park schwebt ihm vor. Da könnten Interessenten mit der Nachbildung von den etwa fünf Holzstöcken aus dem Paläon ihre Wurfzielgenauigkeit auf die durch die diversen Abfallverbrennungen und Recycling-Anlagen voraussichtlich genetisch mutierten Wesen üben. Und so verbleibt das Paläon auf der Tasche des Landkreises liegen, der die 33 Mitarbeiter (!) mitalimentieren muss. Wann dieser Geldvernichtungswahnsinn zu Ende wird,ist nicht absehbar-der Steuerzahler kann sich freuen.

Bitter aufgestoßen ist mir das Bild des ohne jegliche Ausschreibung verpflichteten "Beraters" und Honorarprofessors Hagebölling, auch ein CDU Parteifreund, der wohl aus Versorgungsgründen neulich für seine Ratschläge von unserem finanziell klammen Landkreis üppig honoriert wird. Ursprünglich als Berater des unerfahrenen Leiters des HRM eingestellt, bildet er jetzt sogar ein "Tandem" mit Landrat Radeck. Na super. Gratulation!
Der Landrat will im Einvernehmen mit seinem CDU Minister offensichtlich eine Müllhade aus unserem Landkreis machen(ich habe bereits mehrmals berichtet). Batterie-Recycling - also Entsorgung dessen was in Braunschweig, Salzgitter und wo anders produziert wird, Klärschlammverbrennungund und jetzt aktuell "Forschungsstelle Endlagerung" für radioaktive Abfälle. Ich darf in dem Zusammenhang vermerken, dass am 29.9.2018 bereits durch die Presse bekannt geworden ist; - fast 700 Tonnen Bauschutt aus dem Atomkraftwerk Stade sind bzw. werden in Buschhaus gelagert. Na wunderbare Perspektive! In den Zeiten, wo über Feinstaubgrenzwerte und Dieselfahrverbote erbitterter Streit geführt wird, vermüllen die politischen Repräsentanten den Landkreis und möchten sich dafür noch als Industrieförderer feiern lassen.

Um Ihnen einen unverfälschten Einblick in die Geschehnisse im Kreistag und politischer Verwaltung zu geben, biete ich Ihnen die direkte Information über die Antwort des Landrates auf unsere Anfrage vom Oktober 2018, die erst nach Kommunalaufsichtsbeschwerde und Pressemitteilung endlich von dem Landrat beantwortet wurde. Warum hat das so lange gedauert? Überlegen Sie selbst - am 12.12.2018 war der letzte Kreistag mit dem Thema Haushalt 2019. Und die Informationen, die wir hierzu benötigt haben - sind am 11.12.2018 nach mehrmaligen Interventionen angekommen.






Die Gesamtsumme an Tunesische Aktivitäten , repräsentiert durch Herrn Backhauß, liegt über 7000 EUR und die Gesamtzahlt der Beschäftigten der Landkreisverwaltung stieg von 593 im Jahre 2012 auf 668 im Jahre 2018 und es sind weitere Stellen (über 20) für das Jahr 2019 geplant und von der GroKo im KT gegen AfD und FDP/Ziel/UWG beschlossen.

MUDr.PhDr./Univ.Prag Jozef Rakicky

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