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Kommission "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung"

Liebe Leserinnen und Leser meines Blogs,

heute ein Beitrag eines befreundeten Sympathisanten, der mich sehr gefreut hatte:


Nun liegt er endlich vor: der Abschlussbericht der sog. "Kohlekommission" zur Zukunft der vom Ende des Braunkohleabbaus betroffenen Regionen in Deutschland. Gibt es eigentlich noch einen Ort in unserem Lande, wo man nicht permanent von lauten Siegesfanfaren und sich an Entzücken überbietenden Vertretern der etablierten Parteien zugedröhnt wird? Wenn das mit diesem medialen Hype noch so weitergeht, dann werden sogar noch Leser der "Apotheken-Rundschau" im Großdruck mit diesem angeblichen Jahrhundertwerk zwangsbeglückt.

Dabei ist es ein Armutszeugnis, was derzeit abläuft: wir sollten uns mit der bitteren Erkenntnis abfinden, dass die politische Kraft der sog. GroKo im Bundestag nicht mehr so stark ist, eigenverantwortlich mit einem wichtigen Thema umzugehen. Okay, ganz in planwirtschaftlicher Manier kündigen GroKo-Minster zusätzliche 10.000 Pflegestellen an und verständigen sich auf den straffreien Werbezusatz "Schwangerschaftsabbruch" auf Internetseiten von Ärzten und Kliniken; aber dem ganz, ganz wichtigen gesellschaftlichen Diskurs, nämlich wie es mit dem Klimawandel und dem Kohleausstieg weitergehen soll, verweigert sich die Politik und setzt stattdessen auf die Erkenntnisse eines breiten Lobbyistenbündnisses. Ob das Ergebnis der sog. Kohlekommisson jemals in dieser Form Gesetzeskraft erlangt, steht in den Sternen. Man muss wissen: Frau Merkel ist immer noch Kanzlerin (trotz des anderen Hypes um AKK!), und die entscheidet doch erst, wenn sie weiss in welche Richtung die Diskussion gelaufen ist.

Vielleicht, liebe Leserinnen und Leser, sollte man einen Gang herunterschalten und sich den Bericht einmal selbst durchlesen, anstatt der Manipulation durch unsere sog. Volksparteien zu erliegen. Ich habe dazu einige Fakten ermittelt, die man in der Diskussion nicht unter den Tisch fallen lassen sollte:

1. Im Jahre 2043 wären die letzten Braunkohlevorhaben in der Lausitz erschöpft gewesen. Im Hinblick auf diese Entwicklung hätte ein sanfter Strukturwandel auch die Menschen in der Region mitnehmen können, anstatt Knall-auf-Fall die Kraftwerke abzustellen. Und von der Lausitz hat man bei gutem Wetter den Blick auf polnische Kraftwerke, die weitermachen, egal was Deutschland sich verordnet. 2038 und 2043: für fünf Jahre vorzeitiges Aus hat die GroKo auf einmal Milliarden im Angebot. Warum hat man das Geld nicht schon seit Jahren sinnvoll eingesetzt? "Blühende Landschaften" haben wir auch nach 30 Jahren Wiedervereinigung noch nicht in der Lausitz!

2. In einem NDR-Rundfunkbeitrag vom 29.01.2019, an der auch die Kommissionsvorsitzende Frau Prof. Dr. Barbara Praetorius teilgenommen hat, wurde unwidersprochen die Aussage gemacht, dass bei einem übereilten Kohleausstieg in Deutschland die Lichter ausgehen werden. Die Kohlekommission verbrämt deshalb in ihrer Darstellung diese Versorgungslücke mit dem Hinweis auf die europäischen Verflechtungen der Stromproduktion. Das heißt, wir koppeln uns von unserer verlässlichen Energieversorgung ab und setzen auf die Versorgung durch andere. Da ohnehin nur 20% der Strommenge an der Energiebörse gehandelt werden, müssen die deutschen Verbraucher demnächst jeden Preis bezahlen, den die europäischen Partner verlangen. Es zahlt ja immer der kleine Mann, wenn die Politiker beschließen, was die jeweilige Lobby will.

3. Der Anteil der erneuerbaren Energien lag -trotz immenser Subventionierung- im Jahre 2017 bei knapp einem Drittel. Dieser Anteil müsste somit verdreifacht werden, um den gesamten aktuellen Bedarf an elektrischer Energie zu decken. Soweit die Produktion durch Solar- und Windstrom! Nun die Frage nach der Speicherung: beim Verfahren "Power to Gas" wird mittels der Hochtemperaturelektrolyse Methangas gewonnen, das in Tanks gelagert werden kann. Dieses Gas erzielt einen Wirkungsgrad von ca 61%, wenn es in einem supermodernen Gaskraftwerk eingesetzt wird. Man muss kein Mathematikprofessor sein - einfacher Dreisatz reicht aus -, um zu erkennen, dass 100% erneuerbare Energie auf diese Weise nur 45% Gesamtwirkung erbringt. Das bedeutet, die Kapazität der erneuerbaren Energien muss mindestens um das Vier- bis Sechsfache des bereits Bestehenden vergrößert werden, um den Wegfall der fossilen Energieträger auszugleichen! Die GRÜNEN sind vor Jahrzehnten angetreten, Natur und Umwelt zu bewahren; mittlerweile darf man die Öko-Romantiker auf die "Verspargelung" der Landschaft mit Windrädern gar nicht mehr ansprechen: das gehört notwendig zur deren Ideologie dazu. Und sprechen Sie auch nicht über die Schneisen, die noch in die Landschaft geschlagen werden müssen, um Strom von der Küste in den Süden zu leiten.

Der Kohleausstieg geschieht, um die CO2-Belastung zu verringern. Aber alle Lebewesen auf der Erde atmen Sauerstoff ein und geben CO2 ab, sogar die Politiker der GroKo in Berlin. Deshalb wäre es aus Umweltschutzgründen gar nicht schlecht, wenn die da oben einfach 'mal den Mund halten und den Kommissionsbericht von vorne bis hinten lesen. Vielleicht kommt dann später doch noch ein vernünftiges Gesetz dabei heraus, meint

Ihr

Freund der AfD

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