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Impfen um‘s politische Überleben.


Kommt Euch das irgendwie bekannt vor?

„Wir schaffen das.“
„Das Ergebnis muss rückgängig gemacht werden.“
„Kein Weihnachten in Einsamkeit.“
„Ich glaube, dass im Großen und Ganzen nichts schiefgelaufen ist.“
„Jeder Deutsche soll bis Ende des Sommers ein Impf-Angebot bekommen!“


Richtig! Nur einige von Aussagen und Versprechungen unserer Kaiserin Angela Merkel. Einige glauben vielleicht noch.

Fürst Potemkin war nicht nur der Liebhaber der heißblütigen Katharina II., sondern -im heutigen Sprachgebrauch- auch Minister für Bau und Infrastruktur. Da seine Herrin dem russischen Reich einen Modernisierungsschub verordnet hatte, errichtete der clevere Fürst entlang der Strecken, auf denen die Zarin durch ihr Reich jagte, moderne Siedlungen mit prächtigen Gebäuden. Hätte Katharina die Große aber einmal angehalten und sich die Bauwerke genauer angesehen, wäre ich aufgefallen, dass alles nur Fassaden aus Pappmachée waren. Da die mächtige Frau aber kein Auge für die Realitäten hatte, sondern sich nur im vermeintlichen Erfolg ihrer Weisungen sonnte, gibt es seitdem für diese Gaukelei den Begriff der „Potemkischen Dörfer“.

Auch die heutige Politik baut diese Papp-Kulissen auf, nur heute heißen sie anders. Wie die staunenden Bürgerinnen und Bürger gestern nach dem „Impfgipfel“ aus berufenen Munde erfahren konnten, war allen Beteiligten in Politik und Verwaltung von Anfang an klar, dass der Impfstoff nicht ausreichen werde. Das ist aber nie so kommuniziert worden! Im Gegenteil: bis Mitte Dezember musste in jedem Landkreis und Großstadt für viel Geld ein Zentrum errichtet werden, damit gleich nach Weihnachten mit dem Impfen begonnen werden konnte. Alle Ministerpräsidenten und -innen trafen sich vor Ort, um zuzuschauen, wie dem ersten Heimbewohner ein Schuss gesetzt wurde. Und das zeitgleich in allen Staaten der EU, in allen Bundesländern – von Sachsen-Anhalt einmal abgesehen. Hätten sich die Politiker nicht damals schämen und eingreifen müssen, wo die Mainstream-Presse den Beginn einer kontinuierlichen Impfkampagne unter‘s Volk jubelte? Warum quetschte man aus einer 5er-Dosis noch eine Extraportion heraus, wenn doch reichlich und gut von der EU eingekauft worden war? Warum hat man die russische Vakzine Sputnik V zunächst ignoriert um jetzt , wenn „alle Stricke reißen“ doch noch festzustellen, dass sie in 91% wirksam ist?

Das Impfen sollte die zweite Welle brechen – zusammen mit einem Lock-Down bis ich-weiß-nicht-wann. Als dann das Online-Portal für die Vergabe in die Knie ging, redete sich die Politik mit technischen Schwierigkeiten heraus; die Anmeldung von über 80jährigen Parteimitgliedern übernahm in unserem Landkreis die CDU-Fraktionsvorsitzende eigenhändig! Wäre ja gut und öffentlichkeitswirksam. Bloß welche Termine können vergeben werden, wenn die Impfstoffe nicht wie von der CDU Kanzlerin und CDU EU-Chefin versprochen zur Verfügung stehen? Wir wollen alle nur hoffen, dass Termine wirklich nach objektiven Kriterien vergeben werden und nicht „händisch“ und zur Wahlkampfunterstützung( direkt vor der Bundestagswahl) ins System gelangen. Man kennt es ja von den Taxidiensten zu den Wahlen, wo der Parteifreund am Steuer solange die Insassen instruiert, dass sie die Partei wählen, die die Fahrten organisiert hat. Früher soll es ja auch noch Schnapsausschank vor den Wahllokalen gegeben haben.

Apropos: Schnaps. Da der von der EU bezahlte Impfstoff nicht ausreicht, wird jetzt national alles zusammengekauft, was man verspritzen kann. Auch hier mindestens eine Mehrklassengesellschaft von Vakzinen, durch die die Bürgerinnen und Bürger nicht mehr durchfinden. Impfstoff aus China und Russland ist plötzlich im Gespräch, und wenn demnächst noch in einer Teeküche in Zimbabwe etwas zusammengebraut wird, dann greift die Politik vermutlich auch danach. Denn die Zeit bis zur Bundestagswahl, wo alle diese Macher und Retter wieder gewählt werden wollen, muss überbrückt werden! Seit gestern haben wir alle das Versprechen der Kanzlerin, dass wir bis zur Bundestagswahl einen Impftermin angeboten bekommen. Das kann wirklich ehrlich und aus tiefer Überzeugung gemeint und kein „Versprecher“, denn das Angebot sagt ja nichts darüber aus, wann wir geimpft werden. Genauso müssen Insolvenzen verhindert und die AfD mit ihrer Kritik bis zur Wahl klein gehalten werden.
Sie sehen, es geht nicht mehr so sehr um die Bekämpfung einer Pandemie, sondern um das politische Überleben. Und so hangeln wir uns von Stichtag zu Stichtag zu Stichtag zu Stichtag,

meint Ihr

MUDr.PhDr./Univ.Prag Jozef Rakicky