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Endlich Antwort aus dem Landratsamt.

Gestern erreichte uns , nach Tagen des Wartens, die Antwort unseres Landrates auf unsere Anfrage zur sog. Vor-Impfung für Ihn und seinen Verwaltungsleitungsstab.
Auf die Frage ob er selbst bereits eine Impfung gegen Covid-19 erhalten hatte, antwortet er mit klarem „Nein“.
Auch sei kein Mitglied des Krisenstabs oder Mitarbeiter des Landkreises in einer leitenden Position bislang geimpft worden. Auf die Frage ob dem Landrat etwaige Fälle der Vorab-Impfung im Landkreis bekannt seien, kommt aber eine etwas salomonische Antwort, die sich lediglich auf das Impfzentrum Helmstedt bezieht. Dort sei alles nach geltender Impfordnung gelaufen. Wie ist es jedoch mit den anderen Räumlichkeiten? Kann es sein, dass die Informationen über sog. Vorab-Impfungen, die sich so rasend verbreiten und wo auch die Spitze der CDU Fraktion vorkommt, doch nicht ganz unwahr sind?
Warum weicht Herr Radeck in dieser Frage aus?
Ein weiteres Problem scheint mit der Auslegung der Impfordnung selbst nach Art des Landratsamtes. Gestern haben Sie lesen können, wie sich ein niedergelassener Kollege über die ausbleibende Impfung seiner z.T. Transplantierten bzw. Auf jeden Fall schwer immuninkompetenten Patienten beschwerte und die Impfung des ASB-Personal erwähnte.Man darf nicht vergessen,dass der Kreisvorsitzender ASB für die SPD im Kreistag sitzt. Von einer Korruption redet aber natürlich Niemand.
Herr Landrat reagierte auf das Schreiben von Dr. Spengler:

Sehr geehrte Damen und Herren,



die nachstehende E-Mail ist mir zur Kenntnis gegeben worden.



Hierzu möchte ich anmerken, dass niedergelassene Ärzte bislang nach Vorgabe des Sozialministeriums nicht in der Priorität 1 vertreten waren, lediglich einige Patienten mit einem besonderen Krankheitsbild (Transplantationen etc.) waren vorgesehen, jedoch nachrangig zu den Alten- und Pflegeheimen.



(Erst) Am Freitag, 12.02.2021, 18.29 Uhr, haben wir per E-Mail einen Erlass vom Sozialministerium, Frau Schröder, zur Impfberechtigung von Hausärztinnen/Hausärzten auf der Grundlage der CoronaImpfV des Bundes erhalten (Siehe Dateianlage!). Danach wird genau geregelt, wie die Abläufe zu erfolgen haben. Daran werden wir uns orientieren.



Weiterhin gilt, dass Sie bitte vor Ort aktiv auf die priorisierten Berufsgruppen zugehen.

Hierzu erhalten Sie die von der kassenärztlichen Vereinigung (KVN) jeweils eine Liste der

betroffenen Arztpraxen auf Landkreisebene. Die entsprechenden Dienste bzw. Betriebe

und Unternehmen sollen Ihre Mitarbeitenden vergleichbar zur Meldung durch die stationä-

ren Pflegeeinrichtungen per csv-Datei an die Impfzentren melden. Auch die Eingabe ins

Terminmanagement erfolgt vergleichbar. Für die einzelnen Betriebe werden also be-

stimmte Time-Slots reserviert. Die Impfungen erfolgen zu den festgelegten Zeiten vor Ort

oder in den Impfzentren. Zur Impfung im Impfzentrum können in diesem Fall sowohl die

mobilen wie auch die stationären Impfteams eingesetzt werden. Insbesondere größere Be-

triebe können zur Impfung auch durch mobile Teams besucht werden.



Zunächst waren und sind die Alten- und Pflegeheime zu impfen. Damit werden wir im Lauf der Woche durch sein.



Erst ab morgen, Dienstag, 16.02.2021, werden wir erstmals im stationären Impfzentrum impfen. Sobald wir die Liste der KVN haben, werden wir aktiv auf Herrn Dr. Spengler zugehen und seine Praxis in das System einspulen. Unabhängig davon muss sich Herr Dr. Spengler streng an die Hygieneregeln halten.



Danach sind Herr Dr. Spengler und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie folgt zu impfen:



Bitte setzen Sie im Übrigen den Impfstoff der Firma AstraZeneca gemäß CoronaImpfV

ausschließlich für impfberechtigte Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren ein.



Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Radeck


Es ist also alles IN ORDNUNG ! ES IST NICHTS PASSIERT !

IST DAS SO?

Hier eine andere Argumentation:

Guten Morgen, Herr Rakicky,

vielen Dank für die Mitteilung vom 15. 02. 21.

Die Auskunft, die erteilt wurde, ist nicht zutreffend.

In der Verordnung des BMG v. 21. 12. 20 und v. 08. 02. 21 ist unter § 2 Abs. 5 nachzulesen, dass medizinisches Personal, welches onkologische und organtransplantierte Patienten betreut, in die Impfkategorie I einzuordnen ist und somit mit höchster Priorität zu impfen ist.

Das war überhaupt der Hintergrund meiner Anfrage an den Leiter des Impfzentrums, denn meine Mitarbeiter und ich haben nicht verstanden, warum bereits vor mehr als 3 Wochen ca. 30 Mitarbeiter des ASB Helmstedt geimpft worden sind (unter Verweis auf den o.g. Paragrafen der COVID-ImpfV), das im gleichen Paragrafen erwähnte medizinische Personal, welches Organtransplantierte behandelt, aber nicht geimpft wurde und bis auf Weiteres offenbar auch nicht geimpft werden wird.

Der von mir genannte Paragraf der COVID-ImpfV ist unzweideutig formuliert und kann nicht missverstanden werden. Er betrifft nicht nur einige Patienten, die eine Organtransplantation erhalten haben (die haben im Übrigen auch noch kein Impfangebot erhalten).

Freundliche Grüße

V. Spengler



Wie ist das nun? Vielleicht prüft das unser Landrat besser noch einmal, meint

Ihr
MUDr.PhDr./Univ.Prag Jozef Rakicky