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Den Nagel auf den Kopf getroffen.

Liebe Leserinnen und Leser meines Blogs,

die Braunschweiger Zeitung als Lokalteil der traditionell links-grün orientierter Funke-Printmedien tut sich normalerweise nicht durch kritische Sichtweise und Analysen der lokalen Politik und Wirtschaft hervor. Um so mehr hat mich eine Kolumne in der Ausgabe vom 8.5.2021 „umgehauen“. Hier liefert Dr. Strohmann, der Leiter der Lokalredaktion, tatsächlich so Etwas, wie eine kritische Analyse der Landkreispolitik. Dabei trifft er(wahrscheinlich unbeabsichtigt) m. E. das langjährige Problem unseres Landkreises ziemlich genau. Der Landkreis ist de facto pleite, trotzdem verhalten sich die Verantwortlichen wie unverantwortliche Kinder, die damit rechnen, dass ihre Eltern für die von ihnen verursachten Schulden so oder so aufkommen werden. Für Extra-Ausgaben betteln sie mit wahren oder vorgeschobenen Gründen um „Taschengeldzugabe“.
Ähnlich die langjährige Landkreispolitik. Man bettelt um Strukturhilfen und Fördergelder und wie auch immer man die ersehnten Almosen vom Land und Bund nennt , es handelt sich immer um das Gleiche. Statt sich auf ordentliche und ausgeglichene Haushaltsführung zu besinnen, macht man munter Schulden in der Hoffnung, dass das Land oder Bund ja, wenn es ganz schlimm kommt, wieder die Schulden tilgen werden. 2016 hat das Land schon 69 Mio.EUR überwiesen und dem Landkreis aus der Patsche geholfen,. Dafür haben sich dii Landkreisleitung und Landkreispolitik zu einer sparsamen abgestuften Wirtschaftspolitik verpflichtet. Kaum war Herr Radeck im Amt, gingen die „Fördergeldorgien“ und Ausgaben, wo man sich nur „beliebt“ machen konnte, los. Allein die sog. Freiwilligen Ausgaben des Landkreises stiegen von 1 MIo. auf ca. 3 Mio.EUR und die Schulden allein in diesem Jahr um 5,7 Mio.EUR. Man macht sich mit der Politik der Schuldenmacherei absolut von dem Land und Bund abhängig und verliert als permanenter Bittsteller sicher auch immer mehr an Respekt bei den höheren Verwaltungsebenen. Köstlich beschreibt Dr.Strohmann in seiner Kolumne am Samstag,welch eine Abhängigkeit von Almosen vom Land/Bund hier besteht in dem er Schreibt(Zitat): „“Das kurzzeitige Aufatmen jedoch geht nun über in Schnappatmung, denn auch dieses Instrument wird Helmstedt möglicherweise aus der Hand geschlagen.“ Gemeint wird der mögliche Verlust Fördergelder zur „Verbesserung der … Wirtschaftsstruktur“, weil man davon ausgeht, dass wir in einer Region mit einer eigentlich ganz guten Wirtschaftsstruktur leben.
Ein weiterer Zitat aus der Kolumne am 8.Mai 2021:
„Flammende Appelle in Briefform an Ministerien und Minister auf Landes- und Bundesebene, seit einigen Jahren eine Art Volkssport für hiesige Verantwortliche aus Politik und Verwaltung,scheinen nicht viel bewirkt zu haben.“
, belegt, die traurige Realität der Helmstedter politischen Eliten.

Wir leben in einem lebenswerten schönen Landkreis. Machen wir uns nicht kleiner und schwächer nur an „Almosen“ zu kommen. Besinnen wir uns lieber auf eine vernünftige Wirtschaftspolitik, geben wir für freiwillige Ausgaben nur das aus, was wir uns leisten können und gewinnen wir auch ohne Bittbriefe und Appelle Respekt und unseren Stolz wieder, meint

Ihr
MUDr.PhDr./Univ.Prag Jozef Rakicky