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Bilder, Bilder, Bilder!

Obwohl selbst in einem wohlverdienten langen Urlaub weilend, erscheint Herr Landrat Radeck auf den Zeitungsbildern der regionalen „Gefälligkeitspresse“ in einer zunehmenden Frequenz. Die Wahl am 12.September rückt näher, da überrascht nicht, wenn die von Herrn Radeck seit Jahren hofierten Schreiberleute der lokalen Redaktion fleißig mitmachen. So auch in der BZ vom 3.6.2021 kann sich der Leser am Bild gleich zwei CDU Landratskandidaten "erfreuen". Im Vordergrund Dr. Goebel, der im Januar diesen Jahres als Landrat im Salzlandkreis kandidierte (und krachend verlor) und sein Protegé, der aktuelle Landrat Radeck, der gern wiedergewählt werden möchte. Wohl nur Eingeweihte aus eigener CDU-Partei wußten bei der Anstellung des damaligen Doktoranden Goebel im Jahr 2017, dass es sich um einen CDU-Mitglied handelt, der als Hoffnungsträger der Ost-CDU dringend einen Job brauchte. In unserem reichen Landkreis hat er dann auf Kosten des Steuerzahlers als Leiter des von Herrn Radeck neu erschaffenen Helmstedter Regionalmanagement ruhig seine Doktorarbeit beenden und sich auf seine Kandidatur vorbereiten können. Dass es nicht geklappt hat? Kein Problem! Auch als die Fördergelder in Höhe von fast 1 Mio. EUR verbraucht waren, fand Herr Radeck für den CDU-Freund eine weitere lukrative Beschäftigung. Er wurde zum zweiten Geschäftsführer der von Herrn Radeck ebenfalls auf Steuerzahlerkosten gegründeter Wirtschaftsregion Helmstedt GmbH, obwohl für diesen Job eigentlich ein Fachmann, wie es Herr Klein ist, in unserem Rahmen völlig ausreichend wäre. Aber schließlich muss der gescheiterte Kandidat weiter seine Brötchen verdienen (bis sich woanders eine neue Kandidatur-Gelegenheit bietet?). Dann verwundert es auch nicht, wenn der Alt-CDU-Kader, Herr Honorarprofessor Hageböling, üppige steuerfinanzierte Honorare für seine offiziell deklarierte Beratertätigkeit von dem Landkreis und somit von Herrn Radeck direkt genehmigt, kassiert.

Schöne Bilder in der Zeitung können aber nicht das für viele Eingeweihte unverständliche Verhältnis des bisherigen Landrats wegwischen. Nach außen hin die Wirtschaft stärken und fördern, nach innen mit eiserner Faust regieren, Aktivitäten politischer Gegner von dafür abgestellten Mitarbeitern genau verfolgen lassen, und ausgesuchten Empfängern Steuergelder großzügig zu erteilen. Es erinnert an in die Manier eines „Herrschers“ mit eigenem Hof und Höflingen. Wirtschaftlich ist der Landkreis in den vergangenen Jahren kaum aus den Startlöchern gekommen, Versprechungen lösten sich in der Luft aus.
Ob das für Herrn Radeck zur Wiederwahl reicht, wird sich am 12. September zeigen. Falls es aber doch nicht klappt, findet sich sicher ein CDU-Kollege im höheren Amt, der der einen „Berater“ dringend braucht. Ganz in der Manier der ja so ehrlichen und korruptionsresistenten Altparteien, meint
Ihr
MUDr.PhDr./Univ.Prag Jozef Rakicky