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"Zusatzferien" auf GaBö in Helmstedt.

Liebe Leserinnen und Leser meines Blogs,
nach einer Reihe düsterer wolkiger Tage scheint heute die Sonne, wie bestellt für die Lehrerschaft des Gymnasiums am Bötschenberg, die die letzten drei Tage vor Weihnachten keinen Unterricht machen müssen, obwohl viele Schülerinnen und Schüler nach den langen Wochen lockdown sicher gern noch zur Schule gehen würden. Sie können/dürfen es nicht. Warum? Nun, es sei in der Schule „ein Heizungsschaden“ entstanden, der den Unterricht ab heute unmöglich mache. Zumindest so hat es die Schule in einer Mail der Schulleitung den Eltern bereits am Donnerstag,den 16.12.2021, angekündigt:
„nach Rücksprache mit dem Schulträger fällt der Unterricht aufgrund eines Heizungsschadens von Montag, den 20.12.2021, bis Mittwoch, den 22.12.2021, am Gymnasium am Bötschenberg aus.“
Was für ein massiver Heizungsschaden das sein musste, dass man noch am Donnerstag und Freitag den 17.12.2021 unterrichten konnte aber genau an den drei Tagen, die das Bildungsministerium als mögliche Freistellung der Schüler beschloss, nicht kann, ist nicht bekannt. Als Kreistagsabgeordneter kam mir der Vorfall reichlich merkwürdig vor – eine Freistellung vom Schulunterricht dürfen nämlich die Eltern und nicht die Schulleitung „beschließen“ – deswegen habe ich entsprechende Auskunft bei der Kreisverwaltung, die Träger des Gymnasiums ist, eine Auskunft erbeten:

Meine an Herrn Landrat Radeck am 16.12.2021 per Mail gestellten Fragen:

1.) Um welchen konkreten Heizungsschaden handelt es sich?
2.) Wann wurde dieser Festgestellt?
3.) Warum konnte dieser Schaden nicht in der Ferienzeit repariert werden?
4.) Wenn sog. Notbetreuung erfolgen soll, ist es anzunehmen, dass nicht die ganze Schule ohne Heizungsmöglichkeit ist/wird. Wurden Möglichkeiten geprüft den Unterricht die letzten 3Tage fortzuführen?

5.) 5)welche konkreten Gründe den Unterricht den lernwilligen Schülern nicht ermöglichen?


Statt Antwort habe ich , voll in Tradition unseres Landrates – Hinweis auf Feiertage und Urlaubszeiten erhalten, so dass ich angeblich erst Mitte Januar mit Beantwortung rechnen könne.
Man fragt sich – die verantwortlichen Mitarbeiter, die die entsprechende „Rücksprache“ mit der Leitung Gabö gehalten haben, mussten sehr wohl über die Art des Schadens informiert sein und auch über die Gründe, warum der Unterricht keineswegs an den letzten drei Tagen vor der Weihnachtsferien möglich ist! Sonst hätten die/der Verantwortliche entsprechende Genehmigung nicht erteilen können/dürfen. Oder? Wenn alles in Ordnung und schlüssig begründet sein soll, ergibt es keinen Sinn die Nachfrage eines Kreistagsmitglieds und Fraktionsvorsitzenden nicht zu beantworten und somit die Vermutungen, die in der Elternschaft durchaus entstanden sind, zu zerstreuen? Für „Rücksprache“ mit der Gabö-Leitung gibt es „Kapazität“ genug, für schlüssige Beantwortung einer aktuellen Abgeordneten-Anfrage aber nicht?
Wir erinnern uns, wie die GaBö Leitung bereits die Eltern aufforderte ein Klassenzimmer selbst zu streichen und außer Farbe alle notwendigen Arbeitswerkzeuge auf eigene Kosten mitzubringen. Dies musste der Landrat auch zugeben, auch wenn er es als Einzelfall abgetan hatte.

Man fragt sich, was ist denn mit dem GaBö los? Die Diskussion über die Verlegung nach Königslutter, wo die Leitung der Schule durchaus den Eindruck auf mich machte, dass sie nicht ganz abgeneigt ist, jetzt diese unverständlichen „Aktionen“ – nimmt die Leitung der Schule in Kauf, wenn die Eltern wegen dieser Verhältnisse das Vertrauen verlieren und für ihre Kinder lieber andere gymnasiale Einrichtung wählen?
Was mich betrifft, würde ich mein Kind wahrscheinlich nicht dieser Schulleitung anvertrauen - was meinen die Anderen – werden wir in den nächsten Monaten erfahren, meint
Ihr
MUDr.PhDr./Univ.Prag Jozef Rakicky