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Scimus enim nescimus oder Wir wissen, dass wir nichts wissen !


Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

die Lateiner unter Ihnen mögen es mir verzeihen, dass ich den obengenannten Spruch, den sie zu Beginn ihrer Lateinunterrichtungen mit Sicherheit zu hören bekommen haben, etwas abgewandelt habe.

Ich finde aber, mit diesem Spruch wird genau das beschrieben, was heute von dem sogenannten Sachverständigenrat bezüglich der CORONA-Maßnahmen der Regierung in den vergangenden 2-3 Jahren geäußert wurde.

Dieser "Sachverständigenrat" wurde eingesetzt, um die Maßnahmen und vor allem die Restriktionen, die insbesondere von der Merkel-Regierung, in Fortsetzung aber auch von der Scholz-Regierung, beschlossen und brutal durchgesetzt wurden, wissenschaftlich zu evaluieren.

Bei allen sehr vorsichtigen und zurückhaltenden Äußerungen der Mitglieder dieses Rates (schließlich stehen eine Menge von ihnen als beamtete Professoren noch im Sold dieses Staates), konnten selbst sie nicht umhin, eine Reihe von Maßnahmen kritisch zu beleuchten. Beginnen wir mit den Konferenzen der Merkel mit den Ministerpräsidenten, die von der Verfassung dieses Landes überhaupt nicht gedeckt waren und bei denen völlig undemokratisch weitreichende Beschlüsse gefasst wurden, die zu drastischen Einschränkungen der Grundrechte der Bürger dieses Landes geführt haben. Der Gedanke, dass solche Grundrechtseinschränkungen in einer parlamentarischen Demokratie, wie sie angeblich in Deutschland herrschen soll, eben auch durch das Parlament beschlossen werden müssen, ist diesen Herrschaften offenbar keine Sekunde in den Sinn gekommen. Wie zu erfahren war, hat sich der eine oder andere während solcher "Konferenzen" lieber die Zeit mit Handyspielen vertrieben.
Immerhin wurde durch die Sachverständigen zart angedeutet, dass Entscheidungsfindungen in einer wirklichen Demokratie etwas anders hätten ablaufen müssen.

Kritisiert wurde weiterhin, dass bis heute solche Maßnahmen wie die euphemistisch genannten Lockdowns, die skurrilen 2G- und 3G-Regeln, selbst die Maskenpflicht in ihrer Auswirkung auf das Infektionsgeschehen nicht wissenschaftlich ausgewertet wurden. Warum eigentlich nicht ? Haben sie womöglich überhaupt keinen Effekt gehabt ? Die Sachverständigen haben sich immerhin dazu hinreißen lassen, die negativen Auswirkungen des unbegründeten Aktionismus der Regierung zu benennen: von den massiven wirtschaftlichen Auswirkungen, die wirklich wohl für jeden inzwischen deutlich geworden sind, einmal abgesehen, wurde die massive Zunahme von Angststörungen, Panikattacken, Depressionen genannt.

Einzelne Mitglieder des Sachverständigenrates haben scharf die Schulschließungsorgien kritisiert, die ohne Sinn und Verstand, aber mit viel Hysterie durchgeführt wurden und die dazu geführt haben, dass wochen- und monatelang für hundertausende Schüler kein regulärer Unterricht stattgefunden hat.

Vorsichtig abgerechnet wurde endlich einmal mit der politisch gewollten und unterstützten Diffamierung derjenigen, die eine wissenschaftlich begründete und evidenzbasierte Auseinandersetzung mit der sog. Pandemie gefordert haben und die die von den politisch Verantwortlichen und ihren speichelleckerischen Medien geschürte Angst und Panik kritisiert haben. Plötzlich galt in der Medizin nicht mehr die Forderung, dass alle therapeutischen Maßnahmen streng evidenzbasiert sein müssen, d.h. sie müssen den sicheren Nachweis ihrer Wirksamkeit und den Nachweis des Fehlens von schwerwiegenden Nebenwirkungen erbracht haben.

Anstelle dessen wurden die Menschen dieses Landes Tag für Tag stumpf- und blödsinnig mit irgendwelchen Inzidenzen traktiert, die lediglich die Zahl der positiven Antigen-Nachweise widerspiegelten, keineswegs aber irgendetwas mit einer Erkrankungshäufigkeit zu tun hatten. Und was es mit der Aussagekraft der Unmengen von Tests, die in jeder Absteige von einer ganz bestimmten Spezies von "Mitbürgern" und mit wohlwollender Unterstützung des seinerzeitigen Gesundheitsministers Spahn durchgeführt wurden, auf sich hat, kommt immer mehr ans Tageslicht. Ich persönlich hoffe sehr, dass Spahn und einige andere der sog. "Verantwortungsträger", die für den enormen Schaden, der Deutschland und seinen Bürgern entstanden ist, verantwortlich sind, strafrechtlich zur Verantwortung gezogen und hart bestraft werden.

Deprimierend bei der ganzen Veranstaltung des sog. Sachverständigenrates war, dass viele Auswirkungen der in den letzten 2-3 Jahren durchgepeitschten Maßnahmen, die gegenüber friedlichen Demonstranten teilweise mit Wasserwerfern, Polizeihunden und Schlagstöcken von einer enthemmten Polizei exekutiert wurden, bis heute nicht wissenschaftlich aufgearbeitet worden sind.
Die Experten des Sachverständigenrates konnten zu vielen Fragen auf Grund des Nichtvorhandenseins von validen Daten einfach keine Antwort geben. Meine persönliche Meinung zu diesem Skandal ist, dass es politisch gewollt ist, dass die Daten, die die Wirksamkeit oder Unwirksamkeit von CORONA-Maßnahmen belegen, nicht öffentlich werden, weil die Bürger dann erfahren würden, in welchem Ausmaß ihre Grundrechte willkürlich und unbegründet so drastisch eingeschränkt wurden wie in den vergangenen 2-3 Jahren. Je weniger an harten Daten zu CORONA öffentlich wird, desto besser kann man die Menschen in Deutschland weiterhin in Angst und Schrecken halten und desto besser kann man von den wirklichen und existentenziellen Problemen ablenken. Im Trüben lässt sich bekanntlich gut fischen !

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein sonniges Wochenende

Dr. V. Spengler