Skip to content

Uschi ante portas - ein Hohn für Europäische Demokratie.

Es fanden sich genug Stimmen für Ursula von der Leyen im Europaparlament und sie wurde heute zur Kommissionspräsidentin gewählt. Merkel und die CDU jubeln-wieder ist ein politisches Manöver geglückt. Es haben sich gerade soeben genug EU-Abgeordnete gefunden, die den Lobhudeleien der aus dem Hut gezauberten Wunschkandidatin der Mächtigen in Europa ihre unendlichen Versprechungen glaubten oder…anderen (persönlichen) Versprechungen erlagen. Ich hatte zunächst geglaubt, dass unsere GroKo-SPD-Genossen entgegen der vollmundigen Äußerungen und Proteste doch noch still und leise von der Leyen gewählt haben.
Nun wurde gestern Abend auch bekannt, dass Paweł („Paul“) Ziemiak nach Warschau reisen musste, um auf Polnisch die katholischen Brüder von der PiS zu überzeugen, auch für von der Leyen zu stimmen. Nun sind die 26 PIS-Abgeordneten nicht gerade als besonders europafreundlich bekannt, aber in der Not schließen Politiker schon gern einmal den Pakt mit dem Teufel.
Sei es wie es will. Jetzt haben wir die Super-Uschi an der Spitze der Europakommision und damit sind Tatsachen geschaffen worden, die den Glauben an Europa und die Sinnhaftigkeit dieses Gebildes in der heutigen Form noch weiter beschädigt. Sowohl die Art, wie diese Person zum höchsten Amt in der EU gekommen ist als auch die Person selbst wird als fataler Irrtum in die Geschichte eingehen. Die Tochter des ehemaligen Ministerpräsidenten von Niedersachsen, Ernst Albrecht, und Nachfahrin eines der, laut Wikipedia, größten Sklavenhändler in den heutigen Vereinigten Staaten. Zwar ist sie studierte Ärztin, aber entschied sich nach kurzer ärztlicher Tätigkeit für die politische Karriere (in der selbstverständlich der familiäre Hintergrund keinerlei Rolle spielte).
So berauschend ist ihre Bilanz nun aber auch nicht: seit 2013 bekleidete sie das Amt der Bundesverteidigungsministerin, und ich glaube, dass nach der Entscheidung in Straßburg in deutschen Kasernen die Sektkorken geknallt haben. Pech, Pleite und Pannen begleiteten ihren Posten, ungeklärte Finanzverstrickungen, die aktuell sogar eine parlamentarische Untersuchungskommission beschäftigen. Die Truppe in einem Zustand, über den die Fachleute nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Nun gelang der „Absprung“ nach Brüssel , wie so vor ihr die vielen anderen gescheiterten politischen Karrieren aus allen Mitgliedsstaaten.
Vor dem Bundesverteidigungsministerium war Frau von der Leyen 2009 bis 2013 Bundesministerin für Arbeit und Soziales und vom 2005 bis 2009 Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Sie können es schon erahnen – ein Multitalent, das alles kann-Soziales, Verteidigung, Familie und jetzt auch noch europäische Politik. Dabei greift sie womöglich auf die Grundkenntnisse unterschiedlicher Studienfächer zurück, die sie in den jungen Jahren zwar studierte - aber nicht zum Abschluss gebracht hatte. Sie studierte einige Zeit nämlich, laut Wikipedia, Archäologie, Volkswirtschaftslehre, dann an der London School of Economics and Political Science (LSE) und schließlich entschied sie sich für Medizin, wobei sie dieses Studium nach 7 Jahren 1987 abschloss. Peinlich nur, dass 2015 VroniPlag-Wiki Belege dafür fand, dass ihre Dissertation in Teilen ein Plagiat ist: Insgesamt auf 27 von 62 Seiten fanden sich Plagiate (43,5% aller Seiten). Drei Seiten würden 50 bis 75 Prozent Fremdübernahmen und fünf Seiten mehr als 75 Prozent Plagiatstext enthalten. Die Medizinische Hochschule Hannover sah trotzdem davon ab, ihr den Titel abzuerkennen, - warum wohl: die Parteifreunde in Hannover hätten nämlich der Klinik den Geldhahn zugedreht!
Ab heute ist sie die neue EU-Kommissionschefin, die AfD lehnte sie ab aber wurde überstimmt. Ein schwarzer Tag für Europa und Sieg der Heuchlerei über der Demokratie.

Ihr

MUDr.PhDr./Univ.Prag Jozef Rakicky

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Die Kommentarfunktion wurde vom Besitzer dieses Blogs in diesem Eintrag deaktiviert.