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Selektionsgedanken in Deutschland-wieder?

Die Meldungen überschlagen sich. Bis Sonntagabend seien nach den Angaben der Johns-Hopkins University 58.247 Infektionen in Deutschland gezählt und 455 Menschen sind „an der Krankheit“ gestorben.
Die gute Nachricht ist – es bedeutet eine unter 1%-ge Sterberate unter den Infizierten. Trotz den Horrormeldungen über Sterbefälle bei jungen Menschen, darf man nicht vergessen, dass auch junge Menschen können verdeckte gesundheitliche Risiken tragen, genauso wie die multimorbiden und älteren Menschen.
In Wolfsburg sind in einem Pflegeheim 15 Menschen an oder mit Corona-Virus gestorben und über 70 sind infiziert; wegen Ansteckungsgefahr und Infektionsfällen beim Personal nimmt das Klinikum Wolfsburg keine neuen Patienten mehr auf.
Das Gesundheitssystem in Deutschland, das „so gut vorbereitet“ nach den Worten des Herrn Spahn und der Angela Merkel sei, droht zu kollabieren. Was aber am Schlimmsten ist – es werden bereits ernsthafte Konzepte und Pläne entwickelt, nach welchen Kriterien man eine Selektion unter den Kranken macht. Wer wird behandelt und , wenn nötig,beatmet und wer wird zum Sterben liegen gelassen, bzw. wem man (auch unerbetene) Sterbehilfe „gewährt“.
Das nennt man "Euthanasia medicinalis"!
Erinnerungen an die Selektionsrampe in der dunkelsten Phase der Geschichte unseres Landes werden wach. Diese ernsthaften Gedanken und Pläne werden dabei geschmiedet noch bevor man sich überhaupt in der Situation befindet - und das finde ich sehr bedenklich. Besonders,dass es jetzt so leicht , so selbstverständlich diskutiert und beschlossen wird. Dabei: Noch haben wir die Intensivbetten und noch haben wir die Beatmungskapazitäten, sogar so viel, dass zu uns auch Patienten aus Italien und Frankreich eingeflogen werden! Wenn aber die Situation eskalieren sollte- wer wird zum Sterben verurteilt? Die über 60- , über 70- oder die über 80-jährigen? Die „sowieso Kranken“, die, die in so einem schlechten Zustand sind,dass man an die Genesung nicht mehr glaubt?

Die Rentnergeneration lebt seit Tagen in Angst.

Meine Gespräche mit vielen Menschen aus meiner Umgebung bestätigen es. Dabei sind sie auch enttäuscht und verbittert. Diese Generation, die unter Entbehrungen Deutschland aus den Trümmern wieder aufgebaut hat, die soll jetzt Sterbehilfe erhalten? Sie hat das Recht zu leben verloren? Stellen Sie sich die schwieligen Hände ihrer Großeltern, die so liebevoll die Tränen auf Euren Wangen getrocknet und Euch über die Haare gestrichen haben. Diese Menschen sollen jetzt ernsthaft als "entbehrlich" gelten und lediglich eine Sterbehilfe erhalten?
Als Arzt und Mensch bin ich entsetzt über diese Überlegungen in medizinischen Kreisen. Dabei gibt es dafür sog. objektive Gründe. Tatsächlich gibt es zu wenig Intensivbetten, zu wenig Beatmungsgeräte und zu wenig Schutzmittel um alle Corona-Infizierten entsprechend zu behandeln, wenn sich die Anzahl der schweren Verlaufsformen und Komplikationen unerwartet erhöhen sollte.
Warum ist das so? Warum sind wir jetzt in der Situation, dass das Undenkbare und noch vor einigen Wochen Unaussprechliche jetzt als Realszenario im Sinne einer SELEKTION ernsthaft geplant wird?

Stellen wir doch nur einige einfache Fragen:

1. Wer, welche Parteien und welche Regierung hat das bewährte kommunale Gesundheitssystem als angeblich zu teuer und zu defizitär zur Disposition gestellt?

2. Wer,welche Parteien und welche Regierung hat Ausverkauf der Krankenhäuser und medizinischer Einrichtungen an Privatinvestoren, die ausschließlich Geld verdienen wollen, ermöglicht?

3. Wer, welche Parteien und welche Regierung hat ermöglicht und tatenlos zugesehen, wenn die Produktion lebenswichtiger Medikamente und Schutzmittel, Mundschutz, Schutzkittel etc. in Billiglohnländer verlegt wurde?

4. Wer,welche Parteien und welche Regierung hat ermöglicht und zugesehen,dass sich Krankehäuser und das Gesundheitswesen in eine Gelddruckmaschine für die Aktionäre der Gesundheitskonzerne verwandelten ? Gewinn maximieren und Aufwand môglichst minimieren.

5. Wer, welche Parteien und welche Regierung schaut seit Jahren zu oder es sogar aktiv anstreben, die Zahlen der Krankenhäuser zu verringern und Personal im Dienste „der Wirtschaftlichkeit“ abzubauen?

6. Die Gesundheitsfürsorge für die Bevölkerung ist eine der wichtigsten Aufgaben des Staates – wie wurde und wird diese Regierung der GroKo dieser Aufgabe gerecht?


Angela Merkel und ihre GroKo gewinnt in den Umfragen an Zustimmung, die Opposition ist verstummt, Bürgerrechte (einschließlich des Rechts auf Leben) sind ausgesetzt. Unfassbar! Wer sich die o.g. Fragen stellt, wie würde er dann wohl abstimmen ?– meint
Ihr

MUDr.PhDr./Univ.Prag Jozef Rakicky

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