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#allesdichtmachen


Liebe Leserinnen und Leser meines Blogs,

Vor einem Jahr wandte sich der damalige US-Präsident Trump im Rosengarten des Weißen Hauses an seine Landsleute, um ihnen in der CORONA-Pandemie Mut zu machen. „Fürchtet Euch nicht!“, sagte er. Und von der Loggia des Petersdomes sprach Papst Franziskus wenig später die gleichen Worte. Es handelt sich immerhin um ein Zitat aus dem Lukasevangelium 2,10. Wenn der Heilige Vater das aber ausspricht, erhält es eine andere Wirkung und Zustimmung in der Öffentlichkeit, als wenn sich der damalige Präsident äußert.Heute werden alle Erfolge in Bekämpfung der Pandemie in den USA dem greisen Biden zugeschrieben-ganz nach dem Wunsch unserer Exekutive.

Oder: in der hessischen Kommunalwahl 2021 verlangte der Stadtverband der CDU Frankfurt in seinem Wahlprogramm, dass alle öffentlichen Plätze und Wege beleuchtet sein sollen, damit sich Frauen und Alte nachts sicher fühlen. Und an anderer Stelle wurde gefordert, in Kindergärten nur Deutsch zu sprechen und deutsche Werte zu vermitteln. Wenn diese Forderung die CDU erhebt, ist es richtig; die gleiche Forderung aus meinem Mund (bzw. Mund der AfD)wird negativ ausgelegt.

Und da sind wir bei dem Hauptproblem unserer aktuellen Debattenkultur: es kommt gar nicht mehr auf die Botschaft an, sondern es wird nur noch gefragt, wer sich geäußert hat. Und wenn das „Freund-Feind-Bild“ mit dem gängigen Mainstream übereinstimmt, dann werden Argumente einfach nicht mehr wahrgenommen. Das mag ja bei den sog. „Volksparteien“, die mehr Wert auf quälend uninteressante Kandidatensuche als auf programmatische Inhalte legen, gang und gäbe sein. Die künstlerische Aktion unter dem Hashtag #allesdichtmachen passt denen da oben nicht, wenn Kritik an den selbsternannten Eliten geübt wird.Jetzt wird sogar verlangt detaillierte Listen der Teilnehmer verlangt-wofür denn? Um später abzurechnen?

Dann dient jede -offenbar bewusst und absichtlich missverstandene Satire- sofort dazu, die Kritiker gesellschaftlich zu ächten. Ob Yogaübungen tatsächlich die Inzidenzzahlen sinken lassen oder ob „Schiss“ besser ist als „Angst“, braucht gar nicht mehr als pfiffiger Denkanstoß der Künstler entlarvt zu werden, wenn es nur darum geht, Kritiker mundtot zu machen. Da passt es ganz gut ins Bild, wenn nicht nur der publizistische Mainstream und die üblichen Verdächtigen über die Künstler herziehen – besser ist in dem Fall die Kollegenschelte. Ja, wer als Freundin von Außenminister Maaß -behängt mit Bundesverdienstkreuz- einen festen Vertrag bei den Öffentlich-Rechtlichen hat, oder als Ehegattin „Tatort“-Kommissarin spielen darf, weil der Ehemann als Verleger von ‚Yellow press‘ denen da oben mit Publicity und Aufmerksamkeit schmeichelt, oder ein ZDF-Gehaltsempfänger diplomatische Krisen provoziert – solche Leute können sich einfach nicht in die Sorgen und Nöte ihrer freiberuflichen Kolleginnen und Kollegen hineindenken. Derlei „Staatsschauspieler“ brauchen sich weiterhin keine Sorgen zu machen, ob sie besetzt werden; ganz im Gegenteil zu denjenigen, die Kritik an denen da oben in künstlerischer Weise geübt haben. Berufsverbot durch die Hintertür? In einem anderen Blog hatte ich bereits erwähnt, wer in der ARD entscheidet, was mit wem produziert wird. Deshalb ziehen einige der 53 Künstlerinnen und Künstler ihre Videos zurück; vielleicht hat es ja schon neben den Drohungen aus dem Rundfunkrat ähnliche Privatanrufe gegeben?

Da war es ein Lichtblick, als ich in kleinem Kreise aus dem Mund einer Parteivorsitzenden vernahm, man solle in der politischen Diskussion wieder „herunterkommen“ und als Politiker respektvoll miteinander umgehen. Ich höre die Botschaft gern, allein mir fehlt der Glaube! Denn wenn sich Vertreter einer sog. „großen Volkspartei“ so äußern, klingt es wie der letzte verzweifelte Versuch, sich vor dem Absturz ins Nichts zu retten, indem ab sofort auf politisch inhaltliche Debatten verzichtet werden soll. Irgendwie ist es nur gerecht, wenn Parteien von den Wählerinnen und Wählern abgestraft werden, weil sie sich so intransparent und arrogant verhalten haben wie die jetzige „GroKo“ im Kreistag des Landkreises Helmstedt, meint
Ihr
MUDr.PhDr./Univ.Prag Jozef Rakicky

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