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Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Gleichstellung und Integration am 05.09.2022 - Eindrücke als Zuschauerin

Liebe Leserinnen und Leser,


ich habe am 05.09.2022 an dem öffentlichen Ausschuss als Zuschauerin teilgenommen, denn dort ging es unter anderem um das Thema medizinisches Versorgungszentrum für den Landkreis Helmstedt. Einige von Ihnen erinnern sich sicherlich noch an die von mir gegründete Bürgerinitiative im Dezember 2021, die an verschiedenen Stellen Unterschriften gesammelt hat, um das starke öffentliche Interesse an einem MVZ zu verdeutlichen. Mehrere Kommunen, auch in Niedersachsen, haben ein MVZ oder ein RVZ (regionales Versorgungszentrum) bereits erfolgreich umgesetzt, oder aber sind momentan in der Planungsphase. Von daher bin ich voller Erwartungen zu besagtem Ausschuss gefahren, in der Hoffnung, auch unsere Kommune wäre bereits einen Schritt weiter gekommen und hat sich Gedanken gemacht, wie man ein Versorgungszentrum gestalten und umsetzen könnte. Leider wurde ich dahingehend enttäuscht. 


Die Bürgerinitiative läuft mittlerweile seit neun Monaten und das Einzige, was in diesen neun Monaten passierte, war aufzuzeigen welche Vor- und Nachteile ein MVZ/RVZ mit sich bringt. Vorgetragen von einer neuen Mitarbeiterin des Gesundheitsausschusses, die bei ihrer persönlichen Vorstellung stolz und selbstbewusst ihre Studiengrade und Bachelorarbeiten aufzählte, aber eine medizinische Einrichtung vermutlich lediglich als Patientin von innen gesehen hat. Spielt scheinbar für diesen Posten keine Rolle, Hauptsache man hat einen Bachelor. Ihre vorgetragenen Vor- und Nachteile waren nicht einmal selbst erarbeitet, diese kann jeder in wenigen Minuten im Internet einsehen. An dieser Stelle einmal herzlichen Dank an die Verwaltung des Landkreises Helmstedt für Ihren Einsatz. In neun Monaten haben Sie es immerhin geschafft, Vor- und Nachteile eines Versorgungszentrums benennen zu können. Dies zeigt wieder einmal, wie effizient dort gearbeitet wird. Die Vorteile sind bekannt und auch von anderen Kommunen mir gegenüber bestätigt wurden. Ein kommunales Versorgungszentrum ist ein attraktives Arbeitsumfeld für Ärzte wie auch für medizinisches Personal. Es gibt eine separate Verwaltungsebene, somit können sich Ärzte ganz auf die Medizin konzentrieren, flexible Arbeitszeiten im Schichtsystem, kein Risiko der Selbstständigkeit, keine aufwendige Suche nach geeignetem Personal und wirtschaftlich, wenn es gut geplant ist, trägt es sich nicht nur kurzfristig selbst, sondern kann auch positiv zum finanziellen Haushalt beitragen. Genannte Nachteile waren unter anderem der hohe, finanzielle Aufwand, die schwierige Suche nach geeignetem Personal sowie eine schlechte Arzt-Patienten-Bindung. Bevor ich die Initiative gegründet habe, gab es von meiner Seite selbstverständlich ausreichend Recherchen zu dem Thema. Es wurden Gespräche mit der Ärztekammer, der Kassenärztlichen Vereinigung, mit ortsansässigen Ärzten sowie mit Kommunen geführt, die sich in der Planung befinden und welche, die ein solches bereits betreiben. Zusammenfassend kann ich sagen, dass sich diese angeblichen Nachteile nicht decken mit den Aussagen die ich erhalten habe. Für die Kommune bedeutet ein Versorgungszentrum natürlich erst einmal ein finanzieller Aufwand. Mittlerweile gibt es allerdings vom Land Niedersachsen Fördermittel, die das Ganze mit sehr hohen Summen bezuschussen. Und wie bereits erwähnt, trägt es sich nach kurzer Zeit nicht nur selbst, sondern erzielt auch Gewinne. Eine schwierige Suche nach geeignetem Personal lassen sich ebenfalls nicht bestätigten. In den von mir geführten Gesprächen ließ sich in Erfahrung bringen, dass sich Kommunen vor Bewerbungen von Ärzten sowie medizinischem Personal kaum retten konnten. Das kann ich sogar persönlich bestätigen, in meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es einige junge Ärzte, die mich während der laufenden Bürgerinitiative gefragt haben, ob man sich denn für ein MVZ bereits bewerben könnte. Und die Aussage, dass es kein gutes Arzt-Patienten-Verhältnis geben würde ist lächerlich. Als Patient wäre ich persönlich dankbar, dass ich somit wieder eine gesicherte und gut erreichbare medizinische Versorgung vor Ort habe und nicht mehrere Kilometer fahren muss um zu meinem Hausarzt zu gelangen.


Nachdem der Vortrag beendet war, gab es eine Wortmeldung des Kreisverbandvorsitzenden der AfD Helmstedt zu dem Thema, er kam allerdings mit seinen Ausführungen nicht weit, da ihm von der Sitzungsvorsitzenden auf ziemlich unverschämte Art und Weise das Wort regelrecht verboten wurde. Mitglieder anderer Parteien dürfen sprechen und ewig lange, nichts aussagende Vorträge zu belanglosen Themen halten, aber die AfD darf es zu diesem wichtigen Punkt nicht? So funktioniert also unser demokratisches System. Am Ende der Sitzung habe auch ich mir erlaubt, eine Frage an den Gesundheitsausschuss zu stellen, denn es hat mich brennend interessiert, auf welchen Aussagen sich die genannten Nachteile denn stützen würden. Hat man sich die Mühe gemacht und mit Verantwortlichen gesprochen? Selbstverständlich nicht. Es handele sich um „Quellenangaben aus dem Internet“. An der Art und Weise, wie mir als Zuschauerin seitens der Verwaltung gegenüber getreten wurde, hat man sehr schnell gemerkt, dass ich mit meiner kritischen Frage einen wunden Punkt getroffen habe. Es schlug mir eine Feindseligkeit entgegen, die mich wirklich sprachlos gemacht hat. Unter anderem, dass ich mich gefälligst vorzustellen hätte, mit wem ich denn überhaupt gesprochen hätte und dass es ja eher um ein regionales Versorgungszentrum ging, nicht um ein medizinisches Versorgungszentrum. Ob in unserer Region nun ein medizinisches Versorgungszentrum, ein regionales Versorgungszentrum, ein Ärztehaus oder ähnliches errichtet wird, spielt doch letztendlich für uns Bürger keine Rolle.Tatsache ist, dass wir eine Einrichtung benötigen, um mehr Ärzte in unsere Region zu bekommen. Bereits jetzt haben wir ein akutes Versorgungsproblem und das wird sich in den nächsten Jahren noch verstärken, wenn die Kommune nicht endlich aktiv wird. Und leider wird sie das nach wie vor nicht. Die Reaktion auf meine Frage zeigte deutlich, wie die Einstellung seitens der Verwaltung zu diesem wichtigen Thema ist. Auch wenn ich bedauerlicherweise keine Neuigkeiten dazu berichten kann, war es dennoch sehr aufschlussreich zu sehen, wie gleichgültig die Mitarbeiter unserer Verwaltung sind. Eine Bürgerin anzufeinden, die mit ihren Steuergeldern zum Großteil deren Leben finanziert sagt einiges über den Charakter dieser Menschen aus. Desweiteren war es ebenfalls interessant, wie unvorbereitet Mandatsträger anderer Parteien in so eine Sitzung gehen. Es ging bei dem Ausschuss unter anderem auch um das Thema Tafeln. Eine Dame aus den Reihen der SPD stellte ernsthaft die Frage, ob denn jeder Mensch zur Tafel gehen könnte um Lebensmittel zu beziehen, oder ob man dafür eine Art Berechtigung braucht. Diese Frage als Mandatsträgerin zu stellen ist an Peinlichkeit kaum zu überbieten. Man muss nicht politisch aktiv sein, um zu wissen, dass nur Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind zu den Ausgabestellen kommen können und selbstverständlich dies durch einen Berechtigungsschein, den sogenannten Tafelausweis, belegen müssen. Solche unwissenden Personen bekommen Geld für die Besetzung eines Amtes und treffen im übrigen wichtige Entscheidungen.


Liebe Leserinnen und Leser,


wenn Sie möchten, dass sich die Situation für uns alle verbessert, kann ich Ihnen nur ans Herz legen am 09. Oktober bei der Landtagswahl beide Stimmen der AfD zu geben. Wir setzten uns für die wichtigen Dinge ein, in erster Linie für eine verbesserte Gesundheitspolitik, denn dort besteht akuter Handlungsbedarf.


Ihre Vanessa Behrendt 


(Listenkandidatin für den niedersächsischen Landtag)

  

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