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"Der Islam ist rechts !"



Urlaubszeit ist die beste Gelegenheit, einmal in Papieren und Zeitungen zu blättern, die sonst im hektischen Alltagsleben liegen bleiben. So fiel mir auch am 6. Juli 2019 in der "Jüdischen Rundschau" ein Artikel von Chaim Noll auf, der mit der oben zitierten Überschrift betitelt war. Ich war schon einigermaßen überrascht, mit welcher Deutlichkeit Dinge in einer seriösen Zeitschrift in Deutschland angesprochen werden dürfen, die – hätte ich sie hier in meinem Blog geschrieben! - sofort einen Aufstand der Selbstgefälligen und rot-grün-linken Moralisten zur Folge gehabt hätten.

Denn es ja mittlerweile zur Staatsdoktrin geworden, dieser "Kampf gegen Rechts"; wer heute in Deutschland als modern, fortschrittlich und weltoffen gelten will, muss da mitmachen. Selbst die Interim-Vorsitzende der SPD, Malu Dreyer, verbreitete es: "Der Feind steht rechts!" Ich will jetzt nicht darauf eingehen, was alles aus Steuermitteln gerne und reichlich gezahlt wird, nur damit Bündnisse aus Parteien, Gewerkschaft und Zivilgesellschaft uns täglich einhämmern, den inneren Feind auszuspähen und energisch zu bekämpfen; derzeit haben "rechte Gesinnungen" keinen Platz in Deutschland.

Chaim Noll befragte Wikipedia, was denn nun die "politische Rechte" ausmacht, und das Ergebnis liest sich wie folgt:

"Die politische Rechte geht von der Verschiedenheit der Menschen aus und befürwortet oder akzeptiert daher eine gesellschaftliche Hierarchie. Ungleichheit wird deshalb von der politischen Rechten als unausweislich, natürlich, normal und wünschenswert betrachtet. Hier ist zu unterscheiden zwischen der klassischen Rechten, welche die Ungleichheit durch Erbfolge und Familientradition gerechtfertigt sieht, und der liberalen Rechten, welche Ungleichheit nur dann für gerechtfertigt hält, wenn sie das Resultat eines fairen Wettbewerbs ohne Vorteilsweitergabe an Nachfahren ist."

Wenn man den Koran, die Hadithe und die Scharia als Basis der Weltanschauung ansieht, so trifft die Definition der "klassischen Rechte" gemäß Wikipedia auf die in Deutschland lebenden Muslime zu, meint der Autor in der "Jüdischen Rundschau" und fährt mit der Argumentation fort: im Koran gibt es Menschen erster Klasse, die gläubigen muslimischen Männer, und niedere, also rechtlosere Klassen wie Ungläubige, Dhimmi und Frauen. Rechtlose dürfen getötet werden, wegen der bloßen "Versuchung", die sie für die Menschen erster Klasse, die "Gläubigen" darstellen; gegenüber "Ungläubigen" gibt es keinerlei Toleranz: sie sollen geschlagen oder getötet, mindestens aber unterworfen und versklavt, im günstigsten Fall zu Schutzgeldzahlungen gezwungen werden. Der Autor, als Kenner der muslimischen Literatur, bringt zahlreiche weitere Textstellen zur Kenntnis.

Liebe Leserinnen und Leser meines Blogs: ist es nicht bemerkenswert, wenn diese religiös verbrämte Steinzeitideologie von den selbst ernannten rot-grün-linken "Kämpfern gegen Rechts" großzügig toleriert wird? Der Mainstream fordert uns in allen Medien auf, solch' ein reaktionäres Welt- und Menschenbild als Normalität zu akzeptieren, erzählt, dass der Islam zu Deutschland gehöre, schickt Kindergartengruppen in Moscheen, und redet mir ein schlechtes Gewissen ein, wenn ich als Christ die Einladung zum islamischen Fastenbrechen ablehne.

Chaim Noll verweist auf die staatlich gut finanzierte Propaganda, die alles daran setzt, die menschen-, frauen- und fremdenfeindlichen sowie judenhasserischen Aussagen der islamischen Grundlagenschriften zu beschönigen, zu vertuschen und zu leugnen, damit bloß keiner auf die Idee kommt, der Islam vertrete eigentlich eine ziemlich rechtsradikale Gesinnung.

"Der Feind meines Feindes ist mein Freund" – diesen Satz hatte ich schon einmal an dieser Stelle geschrieben; es ist traurig zu lesen, dass jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern der ungehemmte Zuzug von Islamisten nach Deutschland Ängste bereitet und Sorgen auslöst. Schön, dass es aber auch jüdische Autoren gibt, die sich gegen den Mainstream stellen! So ist und bleibt der ausgerufene tägliche "Kampf gegen Rechts" nur billige Propaganda, ein Instrument zur Einschüchterung der eigenen Bevölkerung, meint nicht nur Chaim Noll, sondern auch Ihr

MUDr.PhDr./Univ.Prag Jozef Rakicky

Die plötzlich "grüne" CDU und die Angst der GroKo vor Transparenz.

Liebe Leserinnen und Leser meines Blogs,

wäre die Kreistagssitzung vom 11. September 2019 als Livestream übertragen worden, hätten die Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises hautnah miterleben können, wie sehr sich die Vertreter der sog. "Volksparteien" drehen und wenden, damit bloß alles beim Alten bleibt. Wenn es um die Bewahrung des Status Quo geht, hat man als kritischer Kreistagsabgeordneter sofort alle Kollegen aus der GroKo gegen sich. Livestream der Sitzungen wollen die Altparteien nicht, zu sehr haben die Vertreter der alten Parteien Angst, dass man ihre Unfähigkeit die wirklichen Probleme unseres Landkreises anzupacken, erkennen würde. Seit Jahrzenten sitzen sie z.T. dort , kassieren ihre Mandatsgelder und Bezahlung von unterschiedlichsten Aufsichtsratsitzen, die sie untereinander in der GroKo aufteilen. Der einfache Bürger soll lieber nicht erfahren, wie die Sitzungen ablaufen-besonders wenn sich kritische Stimmen erheben. Das ist eine neue Sache im Kreistag Helmstedt. Kritik und öffentliche Kritik, wie zuletzt an dem Vorhaben der CDU, „Insektenfreundliche Flächen im Landkreis einzurichten.“, das lediglich dem öffentlichen Effekt dienen sollte, durfte es vorher nicht geben. Aber der Reihe nach. Die Sitzung begann mit dem Antrag der CDU die o.g. Flächen einzurichten, was die AfD mit einem kritischen Kommentar quitierte.
Die CDU war es doch, die die extensive Landwirtschaft mit der FDP unterstützte. Heute gibt es als Folge auch in unserem Landkreis überwiegend kahle Felder ohne Strauch oder Hecken,ohne Deckung und Schutz für die Kleintiere und …natürlich keinen Lebensraum für Insekten. Wer unterstützte die Biogasanlagen, die die Bauern zu einem überwiegenden Maisanbau verführen? Der Mais dominiert mittlerweile die Feldmark und saugt den Ackerboden aus. Dann muss reichlich chemischer Dünger drauf und…große Mengen Wasser, den die Bauern in einem großen Stil aus dem Grundwasser abzapfen.Und wofür das Ganze – nicht um etwa Lebensmittel zu erzeugen ! Nur um den Mais an die Biogasanlagen zu verkaufen und Geld zu verdienen!
Jetzt kommt die CDU mit Antrag insektenfreundliche Flächen einzurichten(natürlich auf Kosten des Steuerzahlers) um die Ecke – Heuchelei hoch 3!
Natürlich berichtete die so „objektive Presse“ nichts von diesem Beitrag, der den aktuell so klimabegeisterten Wählern etwas die Augen hätte öffnen können. Frau Dannehl(CDU), die den Antrag gestellt hatte, bewies mit ihrer netten Kreuzfahrt wie sie es in ihrem persönlichen Leben mit der Klimafreundlichkeit nimmt. Ihre Empörung über den AfD Beitrag war ein sicheres Zeichen dafür.

Dann kam der Antrag der AfD:
Wir wollen von jeder Sitzung der Ausschüsse und des Kreistages eine Tonaufzeichnung anfertigen lassen und diese den Mitgliedern abzuhören ermöglichen wenn sie Zweifel haben ob das Protokoll wirklich wahrheitsgemäß und vollständig die Sitzung dokumentierte.
Begründung: Die Protokolle kommen nämlich erst reichlich spät(Wochen und Monate!), dann weiß kaum jemand genau was dort genau wie besprochen (oder widersprochen) wurde. Wenn die Mitglieder des Kreistags und der Fachausschüsse nach Wochen und Monaten einen Protokollentwurf erhalten sollen sie den prüfen um ihn in der nächsten Sitzung anzunehmen oder eine Korrektur zu verlangen. Das ist natürlich schwierig nach so langer Zeit. dabei ist ein Protokoll eine öffentliche Urkunde mit ziemlicher Tragweite.
Die übliche Praxis ist bislang leider problematisch: Der Protokollführer, ein Angestellter des Landkreises, schreibt etwas in das Protokoll hinein, wobei er sich auf die Tonaufzeichnung stützen kann aber nicht muss. In der jetzigen Geschäftsordnung des Kreistages steht nämlich die Benutzung einer Tonaufzeichnung lediglich als eine fakultative Möglichkeit, von der der Protokollführer Gebrauch machen kann aber nicht muss. Insofern , sollte es keine Tonaufzeichnung geben, haben die Sitzungsteilnehmer keine Chance etwaige „Fehler“ im Protokoll zu beweisen und die Korrektur zu verlangen.
Ein zweites Problem: Über die Protokollergänzung/Korrektur wird in dem Gremium abgestimmt-Sie ahnen wohl, wie die Abstimmung über Korrekturwünsche von unbeliebten Parteien(unabhängig von der Sache), wie der AfD, regelmäßig ausfällt. Ein Beispiel:

Stellen Sie sich bitte einmal vor, Sie bitten in einer Runde einen der Anwesenden um eine Auskunft, die er nicht sofort geben kann; weshalb Sie ihn am nächsten Tag um eine Antwort anschreiben. Wie würden Sie denn reagieren, sollte Ihnen Ihr Bekannter wie folgt schreiben: "Wie ich dir doch in Gegenwart aller Freunde gesagt habe, verhält es sich bei deinem Problem doch so und so." Ich glaube, Sie würden sich von Ihrem Bekannten auf den Arm genommen gefühlt haben. Denn hätte er doch gleich in der Runde geantwortet, hätten Sie niemals noch einmal nachgefragt.

Was hat das mit unserem Kreistag zu tun? Ich hatte den Landrat in einer Sitzung um eine rechtlich fundierte Auskunft gebeten, die er nicht geben konnte. Deshalb hatte ich eine Anfrage gestellt; die Antwort(2 Monate später) lautete, dass er bereits in der Sitzung ganz umfassend Stellung genommen habe, wie ja auch das Protokoll(ebenso spät zugesandt) der Sitzung beweise. Weil der Protokollinhalt und das Antwortschreiben des Landrates praktisch identisch waren, obwohl der Landrat damals zu einer Antwort gar nicht in der Lage war, wollte ich den entsprechenden Tonbandmittschnitt anhören. Das war leider nicht möglich, weil es laut Landrat keinen Mitschnitt gab!

Ich kürze einmal ab: einen Tonbandmitschnitt für alle Sitzungen und eine Abhörmöglichkeit für jeden Kreistagsabgeordneten, der an der Richtigkeit der Protokollführung Zweifel hat, will die GroKo nicht in die Geschäftsordnung aufnehmen. Es bleibt weiterhin dabei, dass Manipulationen an einem Protokoll möglich bleiben sollen, wenn es den Sitzungsvorsitzenden(meist die GroKo oder Verwaltungsführung)so passt.
Dass es sich bei einem Kreistagsprotokoll um eine öffentliche Urkunde mit Beweiswert handelt, wo eine Manipulation unter Strafe gestellt ist, wollten die Redner der GroKo überhaupt nicht zur Kenntnis nehmen. Man ist zufrieden mit der Geschäftsordnung wie sie ist-war die „schlüssige“ Argumentation der Fraktionsvorsitzenden CDU Frau Dannehl. Wirklich einleuchtend.
Kein Livestream von öffentlichen Sitzungen, keine parlamentarische Kontrolle der vorgelegten Unterlagen, so richtig passt das mit den demokratischen Grundprinzipien nicht zusammen. Keine Transparenz um den Wähler weiter im Dunkeln lassen. Der kritische Zeitgenosse ist unerwünscht, denn er kratzt an der Macht unserer Kreistags-GroKo, meint

Ihr
MUDr.PhDr./Univ.Prag Jozef Rakicky

Die plötzliche Klimabegeisterung der Altparteien-wie ist die Wahrheit?

Liebe Leserinnen und Leser meines Blogs,

die Urlaubs- und Ferienzeit ist zu Ende,die Kinder kehrten in die Schulbänke und für uns Erwachsene hat wieder der Arbeitsalltag begonnen. Den Freibädern sind dieses Jahr Viele fern geblieben.Grund dafür waren die randalierenden und grapschenden Jugendlichen „aus anderen Kulturkreisen“, die für weitere Verschlechterung des Sicherheitsgefühls bei uns sorgten.
Als ich von meinem Urlaub zurückkehrte, habe ich mir die Zeit genommen um die (inzwischen alten) Zeitungen durchzulesen. Erschreckend war für mich , dass es bereits zum Alltag gehört-wenn über Mord, Vergewaltigung, Überfälle oder sonstige Straftaten berichtet wurde, fast ausnahmslos Namen wie „Ali“, Mohammed“ etc. auftauchten. Insbesondere die abscheuliche Tat eines vermeintlich „musterhaft integrierten“ Migranten in Frankfurt, die das Leben eines kleinen Jungen kostete, erschütterte die Republik. Trotzdem wurde diese, an Abscheulichkeit kaum zu übertreffende Tat, wieder nach dem altbekannten Muster eines angeblich „psychisch Gestörten“ von den offiziellen Stellen abgetan. Mittlerweile muss man sich fragen:Wie abgebrüht müssen bestimmte Leute sein, die die ganze Nation für Deppen halten?
Neulich hat mich ein höhergestellter CDU Mandatsträger gefragt, warum denn ausgerechnet die Sachsen, die ja von den neuen Bundesländern am besten wirtschaftlich da stehen, mit über 25% die AfD unterstützen und wählen möchten. Damit zeigte er genau das Dilemma, das die Altparteien nicht verstanden haben. Sie denken, es reicht das Volk für dumm zu verkaufen, vor der Wahl ein paar Brocken dem Wähler hinwerfen und ihn mit gleichgeschalteter Lügenpresse das Gehirn zu vergiften, um jede Lüge in Wahrheit zu verwandeln. Es mag sein, dass das im Westdeutschland (noch) wirkt, die Menschen im Ostdeutschland sind da empfindlicher.Sie sind 1989 nicht auf die Straße gegangen um eine SED-Diktatur durch eine neue „Merkelsche“ zu ersetzen.
Meinen Sie,dass ich vielleicht etwas übertreibe?
Lassen Sie mich an einigen Beispielen zeigen, warum Das nicht der Fall ist. Nehmen wir nur unseren vergleichsweise beschaulichen ländlichen und strukturschwachen Landkreis in dem sich seit Jahren in schwankenden Mehrheiten die CDU und SPD abwechseln und „erfolgreich“ den Landkreis finanziell immer tiefer in den Matsch ziehen. Über das leidliche Thema , das das kleine autistische Mädchen aus Schweden repräsentiert und von dunklen Geschäftemachern aus dem Hintergrund gesteuert zu sein scheint, sind jetzt, besonders in den Großstädten, wo die Leute die Natur meistens nur aus dem Fernseher oder den Sonntagsausflügen kennen, die Grünen Weltretter im Aufschwung. Wie reagieren, was machen die Altparteien, egal ob CDU,SPD oder FDP? Statt Sachlichkeit und Aufklärung springen sie sofort auf den Zug und wandeln sich plötzlich in glühende Klimaschützer- zumindest für die Öffentlichkeit. Schulschwänzen ist plötzlich kein Vergehen, sondern bewundernswerter und politisch unterstützter Mut, Klimaaktivisten verwüsten in ihrem Wahn ganze Landschaften, hinterlassen nach ihren Meetings und Versammlungen Berge von Müll und …nachhinein kommt heraus, dass die, die am meisten schreien, mitunter die größten Klimasünder sind. So auch mit den Flügen der Grünen aber- auch in unserem Landkreis. Die CDU Kreistagsfraktion stellte unlängst einen Antrag, an den Straßenrändern feste Barrieren „zum Schutz“ der Kröten auf Kosten des Landkreises zu installieren und alle (bis auf die AfD) zeigten sich begeistert. Jetzt stellte die Vorsitzende der Kreistagsfraktion der CDU ,Frau Dannehl, für den Umweltausschuss einen weiteren "klimafreundlichen Antrag". Sie möchte „Insektenfreundliche Blühflächen/streifen auf landkreiseigenen Flächen und als Straßenbegleitgrün“ einrichten lassen. Tja, da scheint die CDU grüner werden zu wollen als die Grünen selbst.
Wie passt das jedoch mit der Luxuskreuzfahrt der selben Fraktionsvorsitzenden der CDU, die im August 14 Tage auf einem Riesenkreuzfahrtschiff fröhlich über die Meere schipperte und dabei sie überhaupt nicht die bekannte Klimabelastung durch diese Schiffe interessierte,zusammen? Ihr Kreuzfahrtschiff wurde noch mit dem guten alten Diesel betrieben und die Passagiere haben den Luxusurlaub ohne schlechtes gewissen genossen. So auch die so klimafreundliche Fraktionsvorsitzende der CDU in unserem Kreistag.
Nur zur Info: Das Kreuzfahrtschiff „Harmony oft he Seas“ produziert TÄGLICH 450 kg Feinstaub, was dem Ausstoß von 21,45 Millionen VW Passat Variant 2,0 TDI mit 190 PS entspricht! Und dabei handelt es sich um ein der neueren Kreuzfahrtschiffe, die jetzt mit Schweröl betrieben werden. Wie war das bei dem konkreten Schiff der so „klimabegeisterten“ Fraktionsvorsitzenden mit dem alten Dieselantrieb kann man sich nur denken.
Also:Wasser predigen und Wein trinken?- so ist es in unserer Landkreispolitik mit der plötzlich so grünen CDU meint
ihr

MUDr.PhDr./Univ.Prag Jozef Rakicky

Im Landkreis Helmstedt ist eben alles anders ! - Die IW-Studie und andere Sachen

Liebe Leserinnen und Leser meines Blogs,

Deutschland stöhnt unter der Hitzewelle. Deshalb verzieht sich jedermann in einen schattigen Winkel oder bastelt an einem Sonnenschutz, wenn man gerade kein Baseball-Cap zu Hand hat. Beim Falten einer solchen Mütze aus Papier fiel mein Blick auf die Überschrift der Ausgabe unserer alles medial beherrschenden Funke-Mediengruppe vom Dienstag,den 23.7.2019: "Studie attestiert dem Landkreis Helmstedt zu viel Wohnungsbau!" Nach den Erkenntnissen des Institutes der Deutschen Wirtschaft (IW) aus Köln wird an unseren Marktbedürfnissen vorbei gebaut.

Erst am Vortag hatte die Funke-Mediengruppe uns Helmstedtern noch unter die Nase gerieben, dass wir im Gegensatz zu den übrigen kommunalen Gebietskörperschaften sowohl bei Wertschöpfung und Verdienst wieder einmal auf dem letzten Platz gelandet sind. In Wolfsburg ist der Lohn doppelt so hoch wie in Helmstedt. Daraus haben die Schreiberlinge ein Argument gestrickt, das für die baldige Fusion sprechen sollte. So ein Unsinn! Als ob Wohnort und nicht die Arbeit über den Lohn entscheiden würde. Folgend dieser simplen Logik würde es reichen nach Wolfsburg umzuziehen und schwupsi wup- würde man gleich das Doppelte verdienen.
Und nun soll der Umstand, dass im Landkreis Helmstedt auf "Teufel-komm-raus" gebaut wird, auch nicht so gut sein. Von einem dreifach überzogenen Angebot ist die Rede, sagt das IW. Gut, dass wir noch die Kommunalpolitiker haben, die die Sache zu berichtigen wissen. Die „Schwächen“ der Studie kritisierten ausgewiesene Experten wie OB Markurth(SPD) und unser Landrat Radeck(CDU) als „zu pauschal“. Tatsächlich hatte außerdem doch erst vor einer Woche der Bundesverband der Wohnungswirtschaft anlässlich einer Ortsbesichtigung den kostengünstigen Bauboom im Landkreis Helmstedt gelobt. Wie passt das denn nun alles zusammen?
Tatsache ist, dass wir eine sehr rührige kommunale Wohnungsbaugesellschaft im Landkreis Helmstedt haben, mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Landrat Gerhard Radeck(CDU) an der Spitze. Wahrscheinlich werden Sie sich noch an die vielen Presseartikel aus der Vergangenheit erinnern, wo Geschäftsführer Wito Johann (CDU) und Landrat Radeck (CDU) bei einem Neubau nach dem anderen Richtfest feiern: schicke, neue Wohnungen in bester Ortslage … allerdings nur für sog. Bürgerkriegsflüchtlinge und sonstige Migranten (weil es dafür öffentliche Zuschüsse gibt?). Und wenn man bei den Baukosten unter einem qm-Preis von 3.000 EUR bleibt, gibt es sogar Steuerermäßigungen vom Staat. Mit Bezug durch die in der Regel Sozialschwachen ist die Mieteinnahme garantiert, weil ja schließlich das Sozialamt des Landkreises den zugewanderten Neubürgern den marktüblichen Preis für Neubauten zahlt! Dann macht es nichts wenn wir nach Berechnungen des IW Instituts im Landkreis ein Überangebot an Wohnungen in der Höhe 331% haben. Die Schiffe der sog. Seenotretter werden sie schon füllen. Sie merken: Bauen ist für die Wohnungsbaugesellschaft neuerdings ohne wirtschaftliches Risiko möglich – der Staat wird's schon irgendwie richten.

Warum bringt denn der Landrat mit seiner Verwaltung die geflohenen Neubürger nicht dort unter, wo es angeblich reichlich Leerstand gibt? Die Stadt Schöningen, die Samtgemeinde Heeseberg und dort insbesondere den Ort Jerxheim hat er der Zeitung gegenüber als seine "Sorgenkinder" ausgemacht. Wäre es nicht ein schönes Zubrot für die unter Einkommensschwäche leidenden hiesigen Hauseigentümer, wenn sie ihre leerstehenden Immobilien an das Sozialamt des Landkreises vermieten könnten? Nein, stattdessen stimmt der Landrat Radeck mit seiner Verwaltung jedem Bauvorhaben zu in der durch nichts zu beweisenden Erwartung, dass die Einwohner Wolfsburgs und Braunschweigs auf's Land ziehen und sich dann täglich in Kolonnen zur ihrer Arbeitsstätte quälen.An Verbesserung der Infrastruktur im Landkreis denkt der Landrat mit seiner GroKo wohl nicht – Straßenausbau, bessere Anbindung an die Großindustriezentren, Bau von Ärztehäusern, Renovierung der zerfallenden Schulen – dafür sich einzusetzen fehlt in der Agenda unseres Landrates. Statt Dessen hegt er Pläne die Landkreishauptstatt bildungspolitisch zu schwächen und das Gymnasium am Bötschenberg nach Königslutter zwangszuversetzen. Warum sollte dann jemand nach Helmstedt umziehen, wenn seine Kinder woanders zur Schule gehen müssen? Nach der aktuellen Statistik nimmt die Kreisbevölkerung ab, Herr Landrat ! Wenn im Herbst dann auch noch die "CO2-Bepreisung" der GroKo in Berlin als Gesetz verabschiedet wird, muss jeder im Landkreis Helmstedt wohnende Mensch zusätzlich reichlich Geld lassen, um mit dem Pkw zu seiner Arbeitsstätte zu gelangen. Denn Arbeitsplätze hat unser rühriger Landrat Radeck bisher bei uns nicht schaffen können, auch wenn er es im Wahlkampf versprochen hat. Nichts ist leider im Landkreis besser geworden seit Herr Landrat Radeck das Zepter übernommen hat. Wahrscheinlich wartet er zuerst auf die nächsten 90 Mio. EUR zum Ausgeben, nachdem er mit bisherigen Fördermitteln nur den Umbau der "Alten Post" bezahlt hat. Da hat er wohl auch keine Zeit seinen kommunalrechtlichen Pflichten nachzukommen und die Anfragen der KT-Abgeordneten und der (kleineren) Fraktionen zu beantworten. Es sieht so aus, dass er jede Anfrage zur Kreistagsanfrage "aufwertet", d.h. er antwortet nur noch alle Viertel Jahre? Dass wir immer wieder die Kommunalaufsicht einschalten müssen um die rechtskonforme Lage wiederherzustellen spricht für sich.

In konsequenter Realitätsverweigerung betonen die Hauptverwaltungsbeamten Markuth und Radeck deshalb unisono, die Situation vor Ort sei immer ganz, ganz anders, als von ausgewiesenen und erfahrenen Experten wissenschaftlich nachgewiesen. Die tatsächliche Datenlage spricht jedoch eine deutliche Sprache, meint nicht nur die IW-Studie, sondern auch

Ihr
MUDr.PhDr./Univ.Prag Jozef Rakicky