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Vorzeitiges Weihnachtsfest ?

Leibe Leserinnen und Leser meines Blogs

Während die meisten der ca. 92 T Landkreiseinwohner ihr Weihnachtsfest erst am 25.Dezember feiern, für die verschiedenen Gruppen, Grüppchen und sog. charitativen Organisationen bzw. politisch gut vernetzten Bittsteller innerhalb und außerhalb unseres Landkreises kommt die Bescherung ,wie immer, bereits im November. Wie das?

Alljährlich im November öffnet unser agiler aber GroKo abhängiger Landrat seinen Geldsack und verteilt Geschenke an (häufig Nicht-)Bedürftige. Wie das?
Nun, jedes Jahr im November wird von dem Landrat ein neuer Haushaltsplan für das nächste Jahr vorgestellt und den politischen Gremien vorgelegt. Da es sich um ein schwer zu entzifferndes Werk von mehreren Hundert Seiten eines exquisiten „Finanzdeutsch“ handelt, bleibt es, obwohl öffentlich zugänglich, den meisten Normalbürgern (mitunter häufig auch den Politikern, die darüber abstimmen sollen) in großen Teilen verschlossen.
Es war schwierig die Systematik des Werkes zu verstehen und dabei auch unauffällig „versteckte“ und bei näherem Betrachten erstaunliche Posten zu identifizieren. Lassen Sie mich daher möglichst kurz das Wichtigste darzustellen:
Die Ausgaben des Landkreises steigen überproportional an, waren im HH -Plan 2017 169.949.430,-- Euro eingeplant, so sind es für das Jahr 2020 187.841.748,-- Euro, also knapp 18 Mio. EUR mehr. Überproportional wachsen in diesem Jahr die Sozialausgaben (78.666 Mio. EUR=41,5% des HH) und Personalkosten (+2,66 Mio. EUR auf 40.227 Mio. EUR = 21 % des HH). Jedes Jahr werden neue Stellen gefordert und geplant -letztes Jahr 22 Stellen, jetzt weitere 12 Stellen. Dabei werden fast regelmäßig auswärtige Berater und Konsultanten engagiert, die für gutes Geld Konzepte erstellen sollen, obwohl über 600 hochqualifizierte Beschäftigte im Landkreis tätig sind.
Um die Ausgaben zu finanzieren bedient sich der Landkreis neben den Zuweisungen des Landes aus den Einnahmen der Kommunen, die jedes Jahr einen Teil ihrer eigenen Gesamteinnahmen an den Landkreis abzugeben haben. Der Haken liegt darin, dass allein der Landkreis bestimmt wie viel er den Kommunen abnimmt, so dass diese dann für die Erfüllung ihrer eigenen Aufgaben u.U. nicht genug Geld übrig haben und sich verschulden müssen. Natürlich sind sie nicht begeistert, wenn sie 55% ihrer Gesamteinnahmen an Steuern etc. an den Landkreis abgeben müssen und somit den zweithöchsten Satz in Niedersachsen zahlen. Es gibt Landkreise, die mit einem Steuersatz von unter 50% gut auskommen und keine Schulden machen-unser Landkreis offensichtlich nicht.

Jedes Jahr berichtet der CDU Landrat mit ernstem Blick den Ausschüssen und dem Kreistag, dass der Landkreis nicht genug Einnahmen und hohe Ausgabenlast habe, so dass er Schulden machen müsse und es für eine Senkung der Kreisumlage keinen Spielraum gäbe. Dann ist da noch der Innenminister, der laut Landrat(wie jedes Jahr) gesagt habe, dass der Haushalt nicht genehmigt werde, falls die KU gesenkt wird. Das Szenario wiederholte sich immer gleich in den 3 Jahren meines Mandats und es wird fortgesetzt nach einem immer gleichen Muster – es wird ein Haushaltsentwurf aufgestellt und dort ein hoher Minusbetrag ausgewiesen (für 2020 sind es - 6.462.459 EUR). Gemäß Stabilisierungsvereinbarung mit dem Land (seit 2016) darf der Landkreis aber im Jahr 2020 höchstens 3,7 Mio EUR Schulden machen.

Also ein klares Argument: wir müssen den Satz für die Kreisumlage bei 55% belassen und die Kreisverwaltung muss auf “strikte Sparanweisung” des Landrates alle Reserven und Einsparmöglichkeiten nutzen um die Vorgaben des Innenministers zu erfüllen.
Damit entsteht ein Drohszenario und etwaige Politiker, die die Kreisumlage senken wollen , zum Schweigen gebracht werden. Dann beginnt die eigentliche strategische Planung.

Es ereignen sich danach erstaunliche Dinge:

1) Die Haushaltsentwürfe werden mehrmals verändert(bis kaum jemand durchblickt) - und dann …plötzlich werden mehr Einnahmen und weniger Ausgaben “entdeckt” und der zunächst so hoher Haushaltdefizit kurz vor der Abstimmung im Kreistag schrumpft und erfüllt plötzlich die Kriterien des Stabilisierungspaktes.


2) Die sog. Freiwilligen Leistungen des Landkreises (der GroKo) ,d.h. Geldzuwendungen an Interessengruppen und meist nicht wirklich bedürftige Organisationen sowie alljährliche “Bittsteller” wie Caritas, Diakonie, Lucas-Werk, Paläon, Politische Bildungsstätte etc. werden nicht angetastet, sie steigen (je näher das Wahljahr 2021 ist) . Im Jahr 2015 = 1.364.181 EUR ; im Jahr 2020 sollen es schon 2.968.774 EUR sein. Also Steigerung um ca. 120% !

3) Ein weiteres Wunder geschieht später: trotz den in der Planung für jeweilige Jahre ausgewiesenenen Haushaltdefiziten ergibt das Haushaltsergebnis in den letzten drei Jahren 2016, 2017, 2018 (und voraussichtlich auch 2019) beträchtliche Überschüsse! Der Landkreis machte also Gewinn!
Nach vorläufigem Ergebnis für 2017 + 3 Mio Eur, für 2018 +6,5 Mio.EUR.

4) Die Kommunen müssen bei gleichbleibendem Kreisumlagesatz von 55% jedes Jahr mehr Geld an den Landkreis zahlen(weil die Einnahmen durch bessere Wirtschaftsleistung steigen).
So gab es 2017 bei 55% Satz Kreisumlage Überschus im Landkreis 3 Mio EUR, 2018 bei 54% Kreisumlage(und 48.830 Mio EUR Einnahmen aus der KU) +6,6 Mio.EUR Überschus ; 2019 waren es bei 55% Kreisumlage schon 53.443 Mio.EUR und für das Jahr 2020 sollen es nach dem Willen des Landrates bei 55% ganze 55.335.779 EUR Einnahmen sein!

Auch wenn einigermaßen veränderte Abrechnungsgrundlagen berücksichtigt werden, es liegt auf der Hand, dass wenn der Landrat 2017 und 2018 bei niedrigeren Einnahmen aus der Kreisumlage in den vergangenen 3 Jahren Überschüsse in Höhe von 3 Mio EUR bzw. 6,5 Mio erreichte, würde er bei niedrigerer 52% Kreisumlage, aber mit Einnahmen in Höhe von 52.317.465 EUR, auch keinen Defizit aufbauen.

Trotzdem spricht bislang alles dafür,dass die GroKo und ihr Landrat den Antrag der AfD auf die Senkung der Kreisumlage ablehnen. Weil es von der AfD kommt?


Neben den alljährlich steigenden Geldgeschenken an die Lobbyisten und nicht bedürftige Organisationen sowie einflussreiche Personen im Kreistag(wie das alljährliche Geldgeschenk für die sog. Deutsch-Tunnesische Begegnung des ewigen KT-Abgeordneten Backhauß (versteckt im Budget der Verwaltungsführung) sticht vor allem ein Posten heraus.

Sog. Wirtschaftsförderung des Landrates – sein Helmstedter Regionalmanagement(HRM).
Angefangen 2017 mit der Subvention vom Land in Höhe von 900.000 EUR + 100.000 EUR vom Landkreis, teilweise Geld vom Bund (Regionalinvestitionskonzept) soll zukünftig der Landkreis volle Kosten übernehmen und für 2020 Zahlungen in Höhe von 874.700 EUR als “Verlustausgleich an das HRM) als freiwillige Ausgabe, sowie weitere 100.000 EUR Zuschuss an das Gründer- und Unternehmerzentrum in der “Alten Post” bezahlen.

Als Maßnahmen ,die damit finanziert werden steht im Plan:

„Durchführung von Beratungen für Gründungswillige,
Unternehmen beratend zur Seite stehen,
Ausstellungen, Workshops und Netzwerke besuchen,
Insertionen aufgeben,
ein Branchenbuch (Internet) anbieten“


Es handelt sich um die sog. Wirtschaftsförderung, ein Lieblingskind des Landrates, das er aus der Taufe gehoben hat und seitdem liebevoll füttert in der Hoffnung, dass irgendwann auch Etwas zurückkommt. Beträchtliche Summen wurden bereits für die Gründung, Unterbringung, Ausstattung und Unterhaltung des Helmstedter Regionalmanagements(HRM) ausgegeben. Ursprünglich 2 Stellen geplant sollen es jetzt 7 volle Stellen werden, ein Privatgebäude wurde mit Steuergeld renoviert und ausgestattet, weitere Zahlungen vereinbart. Und das Ergebnis? Bislang – wurden “interessante Gespräche” , Konferenzen, Vorträge , Power Point Präsentationen sowie Fleyer und Drucksachen produziert aber leider - keine einzige Wirtschaftsgründung, keine einzige Arbeitsstelle(außer der eigenen) wurde geschaffen.
Fast 1 Mio. EUR sind ein etwas zu hoher Preis für Luftschlösser meint

Ihr

MUDr.PhDr./Univ.Prag Jozef Rakicky

Sie haben es angeblich nicht so gemeint-eine Parteitagshalle voll von Lügen und Heuchelei.

Liebe Leserinnen und Leser meines Blogs,

ich habe es mir angetan und den Parteitag der SPD im Phönix eine Weile geschaut bis mir die Kotze zu hoch im Hals stand. Das soll sich jemand vorstellen - da tingelt monatelang ein Duo von Genossen durch das ganze Deutschland und beide herumposaunieren wie die GroKo sch...e ist. Es sei notwendig die GroKo zu beenden und wie die SPD neue Wege einschlagen müsse, weil sie glaubwürdiger werden muss.
Dann werden diese Figuren eben wegen dieser Aussagen( die sie übrigens als Einziges von dem intriganten Scholz unterschieden haben) wider erwarten gewählt und was passiert dann ? Kaum ein paar Tage "im Amt", schlagen beide, Borjans und Esken, gänzlich andere Töne! Die GroKo ist plötzlich gaanz wichtig und gut und beide labern etwas von Neuverhandlungen - die Merkel kann sich nur tot lachen. Mit solchen minderbeleuchteten roten Socken ohne Rückgrat hat sie ,wie immer, ein leichtes Spiel. Wer das Interview mit den zwei SPD-Witzvorsitzenden hörte, der glaubt sich in einem falschen Film zu befinden. Die verraten alles was sie ins Amt gebracht hatte - "Was interessiert mich mein Geschwätz von Gestern?" - ist die Devise der SPD. Wenn wundert es,dass die SPD bei 12-15% dümpelt! Glaubwürdigkeit hat etwas mit Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit - mit dem Begriff "Wort halten." zu tun. Liebe Genossen- noch nie gehört? Das ist der ehemals stolzen roten SPD im Laufe der Zeit abhanden gekommen. Statt dessen Selbstbedienungsmentalität, Überheblichkeit und Kleben an den warmen und gute bezahlten Posten in dem Regierungsapparat. Darum hat sich die Sektion - "lass uns noch 2 Jahre die Zuwendungen genießen" , durchgesetzt. Helmut Schmidt würde wahrscheinlich spucken auf diese erbärmliche Truppe.
Auch der schrille Kühnert, der nie im Leben gearbeitet hatte, muss jetzt ruhig gestellt werden. Dafür wird der Vorstand erweitert, weil sonst der Heil zu kurz kommen würde. Es werden neue Posten geschaffen, auch für die Verlierer und für alle ,die etwas zu sagen haben oder kritisieren. Fremdes Geld verteilen und Blödsinn erzählen - die Hartz IV Sanktionen sollen weg, Steuer hoch, Klima zur heiligen Kuh erklären und Ähnliches- das wird die SPD mit diesem mittelmäßigen Personal weiter in die Marginalisierung führen - und das ist gut so meint

Ihr

MUDr.PhDr./Univ.Prag Jozef Rakicky

Bundesparteitag der Alternative für Deutschland (AfD) am 30.11. – 1.12.2019 in Braunschweig.

Liebe Leserinnen und Leser meines Blogs,

Die Delegierten des Bundesparteitages in Braunschweig haben ein intensives und arbeitsreiches Wochenende verbracht. Es wurde der gesamte Bundesvorstand neu gewählt und eine Menge von Sachanträgen diskutiert und entschieden. Mit Einzelheiten möchte ich Sie nicht langweilen, die sind für den Außenstehenden nur von marginaler Bedeutung. Daher nur die aus meiner Sicht wichtigsten Punkte mit einem (ausschließlich persönliche Ansichten zum Ausdruck bringenden) Kommentar als direkt persönlich anwesender Delegierter.

Die Medien, vor allem die Einheitspresse(nicht nur) in der Region, überschlug sich fast hysterisch bereits Wochen vor dem Parteitag einer demokratisch gewählten Partei mit negativen Kommentaren. Alle möglichen Möchtegern Demokraten, die zu Gegendemonstrationen und „Widerstand“ aufriefen, erweckten den Eindruck, dass ganz Braunschweig und Niedersachsen gegen die AfD sei. In gezielten Kommentaren versuchten sie indirekt die Entscheidungen auf dem Parteitag vorab zu beeinflussen. Etwa indem sie über den sog. Rechtsruck der Partei, deren vermeintliche Ausgrenzungstendenzen, Intoleranz, Flügel, einzelne Personen als Nazis etc. entsprechende Kommentare veröffentlichten. Gut vorbereitete Propaganda psychologisch geschulter Politabteilungen der Altparteien mit ihren Schreiberlingen der gleichgeschalteten Medien.
Bonzen des Betriebsrates des Sozialistischen Autoherstellers in der Region, deren üppige Saläre vom Arbeitgeber, den sie kontrollieren sollen, die Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen haben, zweifelhafte links-liberale Gruppierungen, nicht arbeitende Berufsrevoluzzer und mitendrin der Innenminister, der nicht weiß ob er nur rot oder schon rot mit Sichel und Hammer ist. Sie alle waren „empört“ und protestierten und indirekt mit Gewalt drohten drohten.

Am Ende ist es ein ruhiger Morgen geworden.
Dank der exzellenten Arbeit der Polizei konnten wir alle unbehelligt in die Halle gelangen. Volkswagen hat sich distanziert von seiner eigenen Halle, die Delegierten haben sich wiederum in mehreren Beiträgen vom Volkswagen distanziert. Warum? Volkswagen hat in einer fast Zwangspropaganda gegen den BPT der AfD und gegen die Partei als solche geworben. In China halten die Bonzen des Volkswagen aber die Klappe und sind gaanz still nur um ihre "Legoautos" an die Chinesen verkaufen zu können. Da interessieren die politisch so "korrekten" und angeblich demokratischen Führungsfiguren die politischen Zustände nicht im Geringsten. Heuchelei hoch 3! Und eine Schande!
Ich bin überzeugt, dass diese Aktion dem in Deutschland sowieso hinkendem Dieselbetrüger keineswegs mehr Fans und Käufer bringt.

Nun zu den Inhalten:
Diese waren ausgewogen. Die gesamte Bundesspitze hat nach meinem Eindruck in den letzten zwei Jahren eine gewisse Entwicklung durchgemacht, sie sind in dem Bundespolitbetrieb erfahrener geworden. Man hat, und das ist die Hoffnung, ohne eigene Grundsätze aufzugeben, die Art und Weise des politischen Wirkens „angepasst“. Statt Revolution soll jetzt die "Evolution" in der politischen Entwicklung der AfD helfen die für von uns angestrebten Veränderungen notwendige Macht zu gewinnen.
„Die Deutschen waren noch nie gut in Revolution.“ Sagte sinngemäß der scheidende Bundessprecher Alexander Gauland und er hat wieder einmal Recht. Mit einer allzu schrillen Rhetorik können die von grün-liberalen Bildungssystemen sozialisierten Westdeutschen nicht so gut umgehen. Frauen und Mittelschicht blieben vorsichtig und auch wenn sie in Teilen mit der AfD gleicher Meinung sind, entscheiden sie sich oft(zu oft) doch die alte SPD oder CDU zu wählen. Auch wenn mit Bauschmerz.
So wurde auch der Wunschkandidat von Herrn Gauland, Tino Chrupalla, zum zweiten Bundesprecher vorgeschlagen und am Ende gewählt, obwohl das Ergebnis der Abstimmung zwischen ihm und dem MdB G. Currio sehr dem der Abstimmung zwischen AKK und Merz ähnelte. Chrupalla steht für Osten und Mittelschicht und ist im Auftreten moderater als der intellektuell exzellente aber scharfe Currio, der eigentlich von den Fähigkeiten her, eine viel bessere Wahl gewesen wäre.
In der Politik geht es jedoch nicht nach der Eignung und Fähigkeiten sondern nach der politischen Pragmatik und aktuellen Entwicklungen. Diese kann sich von Jahr zu Jahr ändern. Manche hegten die Vermutung, dass nach den Erfolgen der AfD im Osten gewisse Signale von der CDU entsandt wurden. Dabei aber wohl auch die Warnung vor Übernahme der Führung in der AfD durch Björn Höcke und seinem Flügel. Dies führte m.E. zu entsprechenden internen Absprachen mit Höcke und den Seinen. Die Vorbereitungsarbeit und Absprachen mussten extrem intensiv sein. Am Ende hatte das geklappt und Tino Chrupalla wurde gewählt. Ich habe ihn zwar nicht gewählt aber nur weil ich eben Currio für besser geeignet hielt. Seitdem habe auch ich in Sachen politischer Pragmatismus und Mittel zur Macht etwas dazugelernt.

Die Befürchtung ist nur…die Mehrheit unserer Mitglieder ist nicht in die Partei wegen Privilegien, Posten und Geld sowie Einfluss eingetreten. Wir sind mitten aus unserem Beruf eingetreten und sind als Parteibasis nicht bestechlich und nicht korrumpierbar. Einzelne, die den süßen Gift der Macht und Privilegien gekostet haben, sind in Gefahr ihre Überzeugungen den ev. "Angeboten anzupassen“ und die AfD in eine "Altpartei" umzuwandeln. Das ist der Kern der Verlegenheit und Bedenken von nicht wenigen Delegierten, nachdem wir den Ruf von Jörg Meuthen vernahmen: wir sollen uns vorbereiten auf Koalitionen.
Die Befürchtung ist real, dass man dabei „die Seele verliert“, dass man zu einem de facto machtlosen Steigbügelhalter einer mächtigeren Partei ,hier wohl der CDU, wird. Wir wissen gut was mit der sich an den Bestbietenden käuflichen FDP und der Proleten-SPD durch eine Koalition mit CDU geschah. Das müssen auch die neu gewählten Bundesvorstand Mitglieder bedenken. Ohnehin ist es nicht sicher ob ihnen bei einer Koalitionsverhandlung die Parteibasis ohne Weiteres folgen würde. Es gibt rote Linien und Schmerzgrenzen. Deswegen werden andere Vorstandsmitglieder wie Stephan Brandner, Stephan Protschka, Andreas Kalbitz aber auch Andere neu gewählte Mitglieder als eine gute und ausgleichende Mischung mit dem alten Vorstand angesehen.

Also : Etwas moderater im Ton aber genauso hart in der Sache, wie schon immer, lautet mein Fazit.
Wir wünschen unserem neuen Bundesvorstand viel Glück und Kraft. In zwei Jahren sehen wir weiter-und vielleicht schon viel früher. Nämlich wenn die Konkursverwalter der SPD die Neuwahlen herbeiführen. Gut für unser Land, gut für die AfD.

MUDr.PhDr./Univ.Prag Jozef Rakicky
Delegierter des BPT
Vorsitzender des KV AfD Helmstedt
Fraktionsvorsitzender AfD im Kreistag Helmstedt

Wer hat noch nicht, wer will noch mehr? - Anmerkungen zum Kreishaushalt 2020


Liebe Leserinnen und Leser meines Blogs,

bevor Sie sich wegen ‚Black Friday‘ und zu den Einkäufen für Weihnachten auf den Weg machen, möchte ich Ihnen nur ganz kurz mitteilen, dass Sie nicht allein sind. Auch der Landrat Gerhard Radeck wirft in seinem Haushaltsentwurf für das nächste Jahr nur so mit Geld um sich! Wohlgemerkt: nicht etwa für die gesetzlichen Aufgaben, die den Schwächsten der Schwachen unserer Gesellschaft zugute kommen, sondern für alle diejenigen, die eigentlich schon genug haben.

Ich habe den Landrat gefragt, welches denn in den letzten fünf Jahren die größten Posten waren, die der finanziell gebeutelte Landkreis als sogenannte „Freiwillige Ausgaben“ unter‘s Volk gebracht hat. Die Antwort liegt nun aktuell vor, und jeder, der nun strikte Ausgabendisziplin erwartet hatte, sieht sich ordentlich getäuscht.

Da sind zunächst einmal die Zuschüsse an die Kreismusikschule e.V. Auf das „e.V.“ lege ich großen Wert, denn es handelt sich nicht um eine Kreis-Einrichtung, sondern um einen Verein, wie es auch Fußball-, Schach-, Schwimm- oder Karnevalsvereine gibt. Auch diese Vereine sind gemeinnützig, aber nur die Kreis-Musikschule bekommt ordentlich Geld vom Landkreis. In den letzten fünf Jahren hat sich der jährliche Zuschuss von 164 TEUR auf aktuell 220 TEUR erhöht, immerhin eine Steigerung um 34%. Da frage ich mich, ob sich über solche Steigerungsraten nicht auch eine Selbsthilfegruppe, ein Arbeitslosenprojekt oder eine caritative Einrichtung gefreut hätte. Aber ich vergaß zu erwähnen, dass im Vorstand der Musikschule auch zwei Kreistagskollegen sitzen, die sich im fremdfinanzierten Glanz als Wohltäter sonnen. Bei einem Rotarierfreund als amtierender Landrat und einem Rotarier als Schulleiter braucht sich die Musikschule aber keine Sorgen zu machen. Wenn ich mich recht erinnere, darf das Rechnungsprüfungsamt neuerdings nicht einmal mehr die Finanzlage der Musikschule prüfen!

Veröffentlichungen des Landkreis Helmstedt zufolge, gab es in der Vergangenheit ein funktionierendes Wirtschaftsförderungs- und Tourismusamt mit einem engagierten Leiter an der Spitze, der im Internet als „Fördermitteljäger“ bekannt ist. Weil es aber im Landkreis nur eine positive „Lichtgestalt“ geben darf, wurde der emsige Amtsleiter auf‘s Nebengleis abgeschoben und sein Amt zerschlagen: der Tourismus heißt nun „Kulturtourismus“, und um die Wirtschaftsförderung kümmert sich das HRM mit einem smarten Betriebsleiter. Während der ehemalige Amtsleiter ohne konkrete Aufgaben seine Zeit absitzt, steht hingegen den Kreativen, die der wahren „Lichtgestalt“ nach dem Munde reden, Geld in Hülle und Fülle zur Verfügung. Ich rechne Wirtschaftsförderung und Kulturtourismus zusammen und komme von 514 TEUR im Jahre 2015 auf aktuell 1,274 Mio. EUR! Ich musste wirklich mehrfach nachrechnen, aber es bleibt dabei: eine Steigerung um 245%! Und nur, um eine DEUREGIO zu reanimieren, die es schon vor 20 Jahren gab, oder den Bürgermeistern der kreisangehörenden Gemeinden eine Spielwiese auf Landkreiskosten zu bieten.

Über das Fass ohne Boden, auch „Paläon“ genannt, spreche ich erst gar nicht, weil ich Ihnen die Vorweihnachtsfreude nicht verderben will. Denn im Prinzip ist es doch ganz egal, wieviel seit 2015 dafür gezahlt wird: da Hans-Werner Schlichting, der Ex-Kompagnon von Landrat Radeck, in „weiser“ Voraussicht den Kreistag einen jährlichen Zuschuss von 250 TEUR hat beschließen lassen, ist es schon ein Super-Erfolg, wenn es nur noch 100 TEUR Belastung pro Jahr sind!

Von einem Polizisten erwarte ich, dass er sich an Gesetz und Recht hält und seine Dienststelle im Griff hat; das muss auch für einen Polizisten gelten, den die Wählerinnen und Wähler 2016 im Landkreis Helmstedt zum Landrat gewählt haben. Ein objektiver Beobachter gewinnt aber den Eindruck, dass bei den „Freiwilligen Ausgaben“ jedes Maß und Anstand verloren gegangen sind, meint

Ihr

MUDr.PhDr./Univ.Prag Jozef Rakicky