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ARCHIV - Gewerbegebiet Barmke-Rennau

Die AfD kritisiert bzw. verurteilt auf schärfste das Vorhaben der Stadt Helmstedt.
Enttäuscht bin ich von der Presse, die dem Bürger nur das veröffentlicht, was diesem Projekt nicht schaden kann!
Weder die Braunschweiger Zeitung, die mich noch Namentlich erwähnte, jedoch nur auf freie Flächen hinwies, noch der Helmstedter Sonntag, der meinem Beitrag total ignorierte!
Wenn die Presse "nur" im Interesse einer Partei oder einer grossen Koalition berichtet
und alles andere totgeschwiegen wird, dann ist das nicht Demokratisch!

Machen sie sich selber ein Bild darüber, was ich gefordert habe und was man der Presse entnehmen konnte!

Zu meiner Rede:

Sehr geehrte Frau Vorsitzende,
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir werden heute und hier,
Eine Entscheidung treffen, in der wir 46 Hektar unberührte Natur und landwirtschaftlich genutzte Flächen dem Gewerbegebiet Barmke - Rennau
zum Opfer fallen lassen werden!

Ich möchte mit Ihnen gemeinsam versuchen heraus zu finden, warum wir von diesem Gewerbegebiet, vielleicht auch von anderen, Abstand nehmen sollten!
Ich muss ihnen nichts über die Belastungen der Bürger, der Straßen, der Natur und der Umwelt, den Verbrauch von Landwirtschaftlichen Flächen und von gesundheitsgefährdender Lichtverschmutzung erzählen.
Dessen sind sich alle Bewusst!
Oder vielleicht doch nicht?

Gemeinden in der Nähe von Großstädten wie Braunschweig und Wolfsburg sind begehrte Wohnorte.
Die Kommunen weisen immer wieder neue Wohn- und Gewerbegebiete aus.
Nah an der Stadt und doch am Land – diese Kombination ist begehrt.

Gewerbegebiete können sowohl wohnortnahe Arbeitsplätze,
diese aber leider meist im Niedriglohnsektor,
als auch häufig recht überschaubare Gewerbeeinnahmen mit sich bringen.

Besonders problematisch ist die Ansiedelung von Logistikzentren großer Konzerne.
Mal davon abgesehen, das aufgrund des hochgradigen Automatisierungsgrades nur wenige Arbeitsplätze dort realisiert werden.

Diese Verteilzentren sind augenscheinlich eine begehrte Quelle für kommunale Gewerbeeinnahmen. Doch wann und in welcher Höhe Gewerbesteuereinnahmen erzielt werden können, ist gerade bei großen Logistikfirmen mit mehreren Betriebsstätten ungewiss.

Viele Speditionen, die die Autobahn-Maut gern mit Überlandfahrten umgehen, kommen dazu.
Den zunehmenden Verkehr durch ihre Gemeinden nehmen wir als Kommunalpolitiker dabei billigend in Kauf.
Die Anwohner in Rottorf und Rennau sind hier bereits seit vielen Jahren leid geprüft.

Zu dem unterliegen die Stassen einen erhöhten Verschleiß.
Die Grundlage für die Berechnungen: Eine mit 10 Tonnen belastete Lkw-Achse belastet die Straße so wie 160.000 Pkw-Achsen, die mit 0,5 Tonnen belastet sind.
Bei regelmäßigen Kontrollen erfassen Bauamt und Straßenmeistereien die Schäden, die durch die Mehrbelastung entstehen: Spurrinnen, Wulstbildungen, Netzrisse, Schichtdurchbrüche und andere.

Bis eine Ortsumgehung geprüft, bewilligt und realisiert wird, können Jahrzehnte vergehen.

Das geplante Gewerbegebiet ist ein harter Eingriff.
Wir sprechen hier immerhin von etwa 46 Hektar für die geplante Gewerbeansiedlung
Und weitere 18 ha Ausgleichsfläche, die auch die Landwirtschaft belasten werden.

Es drängt sich daher der Eindruck auf, dass das Areal und Hohe Summen an Steuergeldern zur Erschließung der Fläche leichtfertig für Wirtschaftsinteressen geopfert wird.
Für den prognostizierten Bedarf an Gewerbeflächen existierte derzeit keine Belastbare Unterlage.

Hier müsste vorrangig
berücksichtigt werden.
Frei Gewerbeflächen

Heidwinkel Grasleben: ca 6 ha
Neue Breite: ca 12 ha
Buschhaus ab 2020: der erst Schwung ca 20 ha, folgen könnten weitere 80 ha.
Hier sogar auch Industriestandort, Anbindung Schiene, Weddeler Schleife
Ochsendorf/Neindorf: 13 ha, sowie Antragskonferenz ZGB für weitere 250 ha.
Flechtorf: im dritten Bauabschnitt 15 ha

Wir sollten daher, den Erhalt
unserer Landschaft,
unserer Natur
und unserer Landwirtschaft für wichtiger erachten,
als das zubetonieren wertvollen und nicht zu vermehrenden Bodens:
für immer mehr Gewerbegebiete,
für immer mehr Verkehr,
und für immer mehr Landschaftsverschandelung.

Wir dürfen uns nicht leiten lassen, von den ewigen Versprechendem von sprudelnden Gewerbesteuereinnahmen, ungebremstem Wachstum und der Schaffung von unzähligen Arbeitsplätzen!

Meine Damen und Herren, das wirkt nicht mehr!

Die Menschen haben begriffen, dass der Erhalt unserer Lebensgrundlage für uns und unsere Nachkommen wichtiger ist als in der Regel,
nicht in Erfüllung gehende Versprechungen,
die mit einer nie wieder gut zu machenden Zerstörung unserer Heimat einhergehen.

Denn diese Zerstörung unserer Lebensgrundlagen kommt uns langfristig teuer zu stehen.
Wenn die Politik nicht kapiert, was wirklich zukunftsfähige Politik bedeutet,
muss man sie eben manchmal auf diese Weise auf den richtigen Weg bringen.
Hoffen wir weiterhin, dass dieser Entscheid auch anderen Menschen Mut macht, ihre Überzeugungen gegen sinnlose Planungen durchzusetzen.

Und dieser letzte Punkt, den ich Ihnen mit auf den Weg geben möchte!

Umweltschutz, tatsächlich mit dem Schutz des Menschen „in Einklang zu bringen“, bestimmt am Ende die Natur,
da können wir Menschen noch so mächtig bauen.

Wenn wir die Natur nicht respektvoll behandeln und ihre Daseinsberechtigung in unsere Entscheidungen integrieren,
wird es nicht der Mensch sein, der das überlebt.

Naturschutz sollte endlich zur Kulturaufgabe werden, eine von den Bürgern eingeforderte politische Aufgabe mit höchster Priorität.

Gewerbegebiete schiessen wie Pilze aus den Boden!
Ich kann es nicht mehr hören, wir schaffen Arbeitsplätze.
Großteils Teilzeit und Niedriglohn Jobs werden geschaffen!
Die Folge
Aufstocker und Altersarmut!

Ich möchte Sie daher Bitten, diesen Aufstellungsbeschluss nicht zuzustimmen!


Ich Danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit